Menschen in der Berliner U-Bahn

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Wer in Berlin mit der U-Bahn (oder S-Bahn oder Tram oder Bus) fährt, wird jede Menge Leute sehen. Und manche sind einfach immer da. Ja, immer.

Berliner
Die Augen starren den Boden an oder sind in ein Buch vertieft. Manchmal starren sie auch andere Leute an.
Wie zu erkennen: Meistens etwas gelangweilt mit einem Buch oder Zeitung in der Hand.
Wie kommt man in Kontakt: Einfach um Hilfe fragen. Oder zurückstarren.

Musiker
Vor allem im Sommer sind Heerscharen von Musikern in der Berliner U-Bahn unterwegs.
Wie zu erkennen: Sie steigen mit einem Instrument in der Hand ein und zwei Sekunden später sind sie auch schon zu hören.
Wie kommt man in Kontakt: Nach ein, zwei Liedern kommen sie schon auf euch zu um nach einer kleinen Spende zu bitten. Wenn sie gut waren bietet es sich an ihnen etwas Kleingeld zu geben. Es kann sein, dass man auf einer Fahrt gleich auf mehrere trifft, da sie bei jeder Station den Wagen wechseln.

Obdachlose
Es gibt in Berlin mehrere Straßenzeitungen, die von Obdachlosen verkauft werden und manchmal versuchen sie sie auch in der U-Bahn unter die Leute zu kriegen.
Wie zu erkennen: Nachdem sie sich mit einer kleinen Rede vorgestellt haben gehen sie von Platz zu Platz um die Zeitung zu verkaufen.
Wie kommt man in Kontakt: Eine Zeitung kostet 1,20 Euro. Ich geb meisten eine kleine Spende, auch wenn ich die Zeitung schon gekauft habe da ich denke, dass es für ne gute Sache ist.

Touristen
Die Augen wandern unruhig hin und her und an jeder Haltestelle wird schnell der Name gecheckt. Müssen wir hier schon raus?
Wie zu erkennen: Reiseführer, Stadtplan in der Hand und Rucksack/Koffer
Wie kommt man in Kontakt: einfach Hilfe anbieten oder fragen woher sie kommen

Wie vermeidet man es als Tourist erkannt zu werden: Einfach die kostenlose „FahrInfo Berlin“ App runterladen, mit der man nicht nur jede Fahrt einfach planen kann sondern auch gleich alle wichtigen Karten auf seinem Handy griffbereit hat.

Eine Sache noch: Es gibt noch jemanden, den ihr mit ziemlicher Sicherheit in der U-Bahn treffen werdet – Kontrolleure. Sie zu erkennen, bevor sie anfangen zu kontrollieren, wird schwer und wer kein Ticket hat zahlt 40 Euro Strafe. Also besser ein Ticket kaufen und nicht vergessen es auch zu entwerten.

Hi, ich bin Yvonne. Reisesüchtig. Schuldig im Sinne der Anklage. Sehr wahrscheinlich falle ich gerade irgendwo von einem Kamel, werde von einer Kobra angespuckt oder schleppe mein Gepäck durch einen Fluß im Dschungel. Es könnte allerdings auch gut sein, dass ich gerade im Schlafanzug auf meinem Sofa in Berlin sitze. Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen überall hin. Überall hört sich irgendwie viel spannender an. Seid travelous und folgt mir!

Discussion17 Kommentare

  1. Nice list. Do you have the guys in spiked leather jackets that bring beer on the tram?

    The last tip on the ticket checkers is a good one. Though I have lived here over 3 years, I think have been checked only 5-6 times.

  2. now I know Munich and Berlin are nothing the same but I figure their train/tram systems are the same, when I was there I found it so confusing that I actually ended up on one with out a ticket! thank goodness no controllers came by though, so I ended up with a free ride! sweet 🙂

    (yes it may have been slightly confusing because a lot of it was in German but you would think it would be a little bit easier to figure out!) hahaha

  3. I remember on the Metro in Paris I saw these two crazy guys that put up a little curtain over the handrail and put on a little puppet show in between stops. It was awesome! Subways rock.

    • Saw the same last year in January in Paris 😀 But it was just one guy with a curtain and a puppet 🙂 And some dudes in the morning were teaching me how to sing „Chantelle les sardines“ 😀

  4. Too true. Especially about the controllers – they’re gooood. They watched us get fed up with waiting behind some tourists at the ticket machine and jump on the train, then headed straightforward. Five minutes later, we’re handing over a total of €80.
    That’s a mistake you don’t make twice!

  5. I must say I like the tourists the most 🙂

    Their eyes and ears are wide open, they’re aware of their surroundings and are easy to contact.

    As much as I love being a tourist, I also enjoy seeing tourists in my hometown enjoying things that I take for granted.

  6. Lol der allseits beliebte Klassiker „Typologie“. Kann nur lustig werden – wenn gut gemacht. Diese hier gehört definitiv dazu 😉 Mein persönlicher Höhepunkt: Der Tourist à la „müssen-wir-denn-schon-raus“. Wie sagt man im Web so schön? Rofl! Und der App-Tipp kommt mir auch mehr als gelegen! Es fehlte nur die Kategorie „Verrückte“. Bei meinem letzten Berlinbesuch traf ich mal wen auf einer Bahnhaltestelle, den ich ansprach, um sicher zu stellen, dass er nicht bewusstlos ist. Am nächsten Tag saß er auf der absolut gleichen Bank, am Montag darauf schon wieder / immer noch? Aber… war es nun ein Obdachloser auf seinem Lieblingsplatz? Oder „nur“ ein Hartz-4-Empfänger ohne Freunde auf seinem Stammplatz? Irgendwas verqueres jedenfalls auf dem Bahnsteig – bestimmt nicht der einzige seiner „Art“.

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