Liebe Hotelbesitzer, was ich euch schon immer mal sagen wollte…

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Ich mag es in Hotels zu schlafen. Das Zimmer ist (im Gegensatz zu meiner Wohnung) immer aufgeräumt, das Bett immer frisch bezogen und es gibt nichts Besseres nach einem langen Tag als sich in die Decken zu kuscheln, Fernseher an, Sleep Timer auf 45 Minuten stellen und sanft einschlummern. Doch es gibt da eine Sache, die mir JEDEN ABEND zu schaffen macht.

hotel matratzeSymbolfoto

Erstmal die ganzen Zierkissen vom Bett runterschmeißen, dann die Zierdecke und dann das Schlimmste: Der allabendliche Kampf mit der Decke. Man zerrt und zurrt und die Kräfte lassen langsam nach, weil man ja so müde ist und dann gibt man sich damit zufrieden, dass man immerhin die Hälfte der Decke unter der Hotel Matratze hervorgezogen hat. Wird schon reichen.

Man legt sich hin, versucht die Decke um sich zu positionieren und merkt, das reicht nicht. Dann steht man wieder auf und zerrt und zurrt. Manchmal ist man aber auch so müde, dass man es lässt.

Es nervt. Ehrlich. Ja, es sieht besser aus. Aber einmal reicht. Von mir aus ziehe ich einen Abend in den Bettdeckenmatratzenkampf. Aber dann ist gut. Manchmal hänge ich an der Tür das „Bitte nicht stören“-Schild nur deshalb auf, weil ich lieber in einem ungemachten und unaufgeräumten Hotelzimmer schlafe, als mir jeden Abend diesen Kampf zu geben.

You should better avoid embarrassing situations - please do not disturbSymbolfoto

Das muss nicht sein. DAS MUSS NICHT SEIN! Ich verstehe es nicht. Das muss doch auch anders gehen. Ich meine, daheim stopf ich die Decke doch auch nicht unter die Matratze! WER MACHT SOWAS DENN BITTE?

Können wir uns darauf einigen, dass ihr das in Zukunft lasst? Zumindest nach der ersten Nacht? Danke.

(Im Großen und Ganzen hab ich euch (zumindest einige) aber ganz arg lieb, besonders, wenn Schokolade auf dem Kopfkissen liegt)

xoxo,

Yvonne

Nervt euch das auch so? Der Kampf mit der Bettdecke und der Hotel Matratze?

Hi, ich bin Yvonne. Reisesüchtig. Schuldig im Sinne der Anklage. Sehr wahrscheinlich falle ich gerade irgendwo von einem Kamel, werde von einer Kobra angespuckt oder schleppe mein Gepäck durch einen Fluß im Dschungel. Es könnte allerdings auch gut sein, dass ich gerade im Schlafanzug auf meinem Sofa in Berlin sitze. Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen überall hin. Überall hört sich irgendwie viel spannender an. Seid travelous und folgt mir!

Discussion42 Kommentare

  1. GANZ GENAU!

    Es ist nur in einem Hotel vorgekommen, dass ich das Bett nicht vorher länger „Schlaffertig“ machen musste als mich: In Glasgow. Eine 2x2m große Decke lag einfach so auf dem Bett. Das Ding war so gemütlich dass ich nie wieder aufstehen wollte und das ist der Grund, dass ich jetzt auch genau so eine Doppelbettdecke zuhause besitze <3

  2. Da hast du vollkommen Recht! Hast mir aus der Seele gesprochen. Und das Schlimmste: In Holland schläft man nicht nur in Hotels, sondern auch zu Hause mit den unter die Matratze gefummelten Bettdecken. Weil ich in Holland wohne, muss ich meine Bettwäsche immer in Deutschland kaufen (die holländische Bettwäsche hat immer noch einen extralangen Stofflappen am Ende, damit man die Bettdecke besonders gut unter die Matratze stopfen kann). Und ich versteh einfach nicht, warum es in Holland keinen nervt. Lässt hier keiner mal den großen Zeh ins Freie hängen?

    • Yvonne

      WAS WAS WAS? das macht ECHT jemand daheim in den eigenen vier Wänden? WARUM DAS DENN? Kannste du mal bitte nachfragen? Das würde mich echt mal interessieren!

  3. Stimmt wohl. Aber ich muss gestehen, dass mir Hotels mit richtiger Bettwäsche (wie zu Hause), die auch so gemacht sind wie zu Hause, irgendwie komisch vorkommen. Ist eben wie Tomatensaft im Flugzeug. Mag ich nicht, gehört trotzdem dazu…

  4. Das ist so wahr, aber ich habe nie darüber nachgedacht, dass es auch anders geht, aber klar kein Mensch macht das Zuhause. Vielleicht ist die Zielgruppe der Hotels die winzigen, magersüchtigen Modells, die sich zwischen festgeklemmter Bettdecke und Laken einfädeln, blattpapier-gleich und so liegen bleiben bis zum nächsten Morgen. Aber dazu gehöre ich nicht.

    • Yvonne

      Hahahahaha, musste grad laut laut loslachen! Und irgendwie an die gute alte Bügelmaschine denken 😀

  5. Und wie das nervt.. Als ich eine zeitlang in Kenia gewohnt habe, hat das Zimmermädchen das jeden Abend gemacht… Ich habs ihr mehrfach gesagt, dass sie das nicht machen muss, aber es hat nichts gebracht.
    Wirklich komisch diese Sitte… :)

    • Yvonne

      JA! Ich hab auch schon Zimmermädchen drum gebeten das nicht zu machen – ohne Erfolg. Da häng ich dann doch lieber das „bitte nicht stören“ Schild raus 😀

  6. Ich seh’s wie simonunterwegs: Entweder man hat diese oma-style Überdecke mit dem Gewicht einer mittelgroßen Betonplatte oder diese mikrometerdünne Folie namens Bettlaken, die sich zum Zudecken genau so wenig eignet.

    Ich durchsuche in einem solchen Fall immer die Schränke nach diesen Wolldecken a.k.a „Pferdedecken“ und packe die dann auf das Laken drauf.
    Mein ganz heißer Tip: Versteck einfach die Überdecke irgendwo im Schrank. Was das Zimmermädchen nicht findet, kommt auch nicht mehr auf’s Bettchen.

    • Yvonne

      Die Frage ist, ob es Menschen gibt, die das gut finden! 😀 Weil wenn es alle nervt, dann macht es doch wirklich keinen Sinn 😀

    • Yvonne

      Ich muss zugeben das Hotel, das das Faß zum überlaufen gebracht hat (das von dem Symbolfoto) hatte ein KISSENMENÜ aus dem man sich sein Kissen aussuchen konnte! Sowas haben aber dann die Decke unterstecken. Ich versteh es nicht.

  7. Das unterschreibe ich! Und wen wir schon dabei sind: Föns, die nur funktionieren, wenn man eine Taste gedrückt HÄLT und die nicht einmal dann ordentlich blasen… BITTE NICHT!

    • Yvonne

      I did sleep in hotels with Turn-Down-Service and even some of those do this stupid things. Or better: do not change it before I go to bed…

  8. Ich mag es, wenn die Decke schön straff gezogen ist – zuhause ist mir das immer zu vel Gewürge, deshalb genieße ich es im Hotel… So schön ordentlich und die Füße bleiben immer UNTER der Decke… Die Geschmäcker sind verschieden :-)

  9. Das Hoteldeckenproblem kenne ich. Muss ich nicht haben >.<
    Vielleicht findet dein Artikel ja mal den Weg zu den richtigen Leuten – und vielleicht winkt dir dann ja ein Job als Hotelbettdeckendesignerin. Wäre doch was, oder ? 😉

    • Yvonne

      Haha! Seeehr gut! Das wärs! Hi, ich bin Yvonne, freie Hotelbettenmatratzenproblemberaterin und du so? 😀

  10. So true. Mich nervt das auch jedesmal. Aber vermutlich schlafe ich in Hotels immer so gut, dass ich es am nächsten Morgen vergessen habe 😉

    Einen Aufdeckservice habe ich erst einmal erlebt, das hat mich fast noch mehr irritiert als die eingeklemmten Decken. Aber immerhin lag neue Schokolade auf dem Kopfkissen <3

  11. Ich dachte immer, alle anderen Menschen außer den Deutschen schlafen in solchen zwangsjackenähnlichen Betten. Stand immer ganz frappiert davor und dachte an Filme, wo sich schöne Schauspielerinnen in dutzende Meter Bettlaken einwickeln beim Aufstehen. (und vergaß, dass sie die vorher auch rausgezerrt haben mussten)
    Vor allem ist es nicht wärmer. Es zieht an den Seiten rein, weil man sich nicht richtig drin einwickeln kann. Ganz ganz schrecklich!

    • Yvonne

      Boah, das mit dem Einwickeln ins Bettlaken hab ich auch schon versucht! Sieht kacke aus. Und geht irgendwie nich. Und man stolpert darüber. 😀

  12. Du sprichst mir aus der Seele! Habe einen kleinen Tipp dazu. Funktioniert aber nur, wenn man etwas Platz im Gepäck hat oder mit dem Auto reist.

    Wir sind seit einiger Zeit in einem Hotel und haben unsere eigenen Decken von zu Hause mitgebracht (als notorische Frostbeule brauche ich das). Ich mache das Bett also wie es mir passt und die Zimmermädchen fassen nichts an, weil wir eben unser Zeug ausgebreitet haben. Die Damen haben uns sogar extra mal einen vorgedruckten Schriebs dagelassen, dass das Bett deshalb nicht gemacht wurde. Ob das überall klappt, weiß ich nicht. Werde mal darauf achten. 😉

    • Yvonne

      Haha, die eigene Bettdecke mitbringen is natürlich ne Idee, wird allerdings schwer das immer und überall umzusetzen 😀

  13. Mir sprichst du ebenfalls aus der Seele. Was mich hier in den USA am meisten ärgert, sind die Betten, die oft so hoch sind, dass man wahre Kletterpartien unternehmen muss – in manchen B&Bs stehen (deshalb?) Trittleitern neben dem Bett. Die Bettdecken sind so fest unter die Matratze geklemmt als wären sie angenäht. Man ist ständig am Ziehen und zieht am Ende doch den Kürzeren. Schlimm finde ich auch die Klimaanlagen, die auf Kühlschranktemperaturen eingestellt sind und sich oft nicht herunter drehen lassen. Neulich in Chicago machte ich deshalb das Fenster auf, damit warme Luft hereinströmt. Als das Zimmermädchen ins Zimmer kam wurde es wütend und meinte, Moskitos kämen herein (im 23. Stock?). „If you need fresh air, use the air condition“ sagte sie und drehte die Klimaanlage auf Tiefkühltruhentemperatur.

    • Yvonne

      boah, ja die Klimaanlage is so ne andere Sache. Ich mach die in der Regel auch aus. Schlimmer finde ich noch, dass man in manchen Hotels die Fenster gar nicht aufmachen kann. Da hab ich nachts immer das Gefühl ich ersticke. Ich so als Frischluftfanatikerin, die sogar im Winter mit offenen Fenster schläft… 😀

  14. Da musste ich gerade wirklich lachen. Das nervt mich nämlich auch! Hätte niemals gedacht, dass es da noch mehr Menschen gibt, die das wirklich stört. Danke, ich bin nicht mehr allein.

    Grüße
    Sabrina

  15. Pingback: Reiselinks der Woche: Flüge, Recht, Telefonieren, Paris, Prag, Großsstädte und weit weg - TravellerblogTravellerblog

  16. Die von dir beschriebene Art von Bettwäsche ist in 60% der Welt üblich, auch in Privathaushalten: bottomsheet, dazu sheet & blanket, both tucked under the mattress, Strange, that you – being a traveller – do not know this!?

    • Strange that you, speaking Deutsch, mir in zwei Sprachen schreibst. Wo hab ich denn gesagt, dass ich das nicht kenne? Ich hab nur gesagt, dass ich es nicht mag… 😉

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