#OutThere – Über das Leben und Heißluftballonfahrten

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Manche sagen, das Leben beginnt erst, wenn man seine Wohlfühlzone verlassen hat. Ich sage ja, dass man sein Leben so leben sollte, dass das Leben eine einzige Wohlfühlzone ist. Manchmal muss man Dinge tun, die man noch nie gemacht hat. Sich überwinden. Neues ausprobieren. Vor seiner eigenen Courage erschrecken. Und manchmal entdeckt man dann, dass genau das das Richtige für einen ist. Und dann ist man auf einmal mitten drin, in seiner Wohlfühlzone. An Plätzen, von denen man es vielleicht nie gedacht hätte.

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Und so stand ich vor einigen Tagen auf einer Wiese unweit von München, umgeben von einer Gruppe Lifestyle- und Fashionbloggern. Und während die meisten von denen dezent nervös beim Aufbau des Heißluftballons mithalfen, war ich einfach nur froh, dass ich nicht in München bleiben musste. Denn München, das gehört definitiv nicht zu meiner Wohlfühlzone. Eine Heißluftballonfahrt schon eher. Vor ein paar Jahren habe ich das schon einmal gemacht, früh morgens zum Sonnenaufgang über den spanischen Pyrenäen. Damals mussten wir allerdings nicht selbst mit Hand anlegen, um den Ballon startklar zu bekommen…

Doch unser Pilot Stefan ließ keine Ausrede gelten, jeder musste mit anpacken. Und dabei ging es ganz schön zur Sache.
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Es ist ein komisches Gefühl so in der Luft zu schweben. Ein bisschen wie im Flugzeug, nur langsamer und eben ohne Hülle drumherum. Wenn die Menschen unter einem auf einmal wie Ameisen aussehen und der Schatten des Ballons immer kleiner wird, dann fragt man sich schon, wie das wohl damals war, als es noch keine Flugzeuge gab und Heißluftballons die einzigen Luftfahrzeuge waren. Wie Reisen damit damals wohl gewesen ist? Abenteuerlich, aufregend und unberechenbar sicherlich – denn wirklich steuern kann man einen Heißluftballon nicht.

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Vielleicht ist es ja mit dem Leben so ein bißchen wie mit dem Ballon fahren. Man kann sagen, wo man startet, aber wohin einen der Wind treibt, das weiß man nie so ganz genau. Und manchmal, da geht es hoch hinaus und manchmal, da hebt man gerade so ein bisschen vom Boden ab. Und manche Erwartungen kehren sich ins Gegenteil um, wie zum Beispiel, dass ich gedacht habe, dass es „da oben“ schön kühl sei. Isses nicht. Nicht an einem so heißen Tag und erst recht nicht, da der Pilot andauernd den Brenner betätigen muss um die Luft im Ballon wieder zu erhitzen. Aber so ist das eben auch mit dem Leben, manchmal kommt es anders als man denkt und wenn man nicht stetig absteigen will, dann muss man etwas dafür tun. Eines ist jedenfalls sicher: einsteigen muss man, sonst hebt das Leben ohne einen ab.

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Fast wären wir übrigens in einem frisch gedüngten Acker gelandet, aber fachmännisch hat unser Pilot Stefan uns noch ein paar Meter weitergebracht und rief dann den Helfern am Boden zu: „Ich brauch Hilfe beim umkippen“. Alle lachten. Er hatte uns davor noch in Ruhe erklärt, was bei der Landung alles passieren kann und wo wir uns festhalten müssen, falls wir umkippen dabei. Aber mit Absicht würde er das ja wohl nicht machen, oder? Oh doch, manchmal ist das wohl nötig, damit der Korb samt Ballon nach der Landung nicht direkt wieder abhebt. Zack setzten wir das erste Mal auf, alle kichern, dann nochmal und bevor wir denken können, das war doch sicher ein Scherz, liegen wir auch schon umgekippt am Boden und müssen aus dem Korb klettern. Das gehört auch zum Leben dazu, sich selbst nicht zu ernst nehmen und aus jeder Situation das beste machen.

Hot Air Balloon CarreraSun-4Zur Belohnung bekommt dann jeder von uns einen Adelstitel verliehen und daher darf ich mich ab sofort „Gräfin Yvonne, edle Brennerfürstin im Ballonkorb hoch über den Ländereien von und zu Unterdarching“ nennen. Müsst ihr euch nicht merken. Eure Hoheit ist okay für mich.

Die passende Sonnenbrille zum Abenteuer gibt es übrigens bei Carrera und mehr Infos zur #Outthere Kampagne findet ihr hier.

Wie seht ihr das so? Wo fängt eure Wohlfühlzone auf und wo fängt sie an?

Hinweis: Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Carrera.

Hi, ich bin Yvonne. Reisesüchtig. Schuldig im Sinne der Anklage. Sehr wahrscheinlich falle ich gerade irgendwo von einem Kamel, werde von einer Kobra angespuckt oder schleppe mein Gepäck durch einen Fluß im Dschungel. Es könnte allerdings auch gut sein, dass ich gerade im Schlafanzug auf meinem Sofa in Berlin sitze. Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen überall hin. Überall hört sich irgendwie viel spannender an. Seid travelous und folgt mir!

Discussion4 Kommentare

  1. Sehr interessanter Bericht! Ich möchte auch schon seit Ewigkeiten Heißluftballon fahren, aber da mein Mann Höhenangst hat, klappt es nicht. Aber vielleicht gelingt es mir ja noch ihn umzustimmen. 😉 Oder würdest du einem Menschen mit Höhenangst davon abraten?

    Liebe Grüße
    Tatjana

    • Hi Tatjana,

      wenn die Höhenangst wirklich akut ist, dann würde ich eher davon abraten! Ich hab absolut keine Höhenangst, aber es ist schon ein komisches Gefühl, wenn der Boden unter den Füßen auf einmal weg ist. Aber warum machst du das nicht einfach mal alleine? Oder fragst eine Freundin, ob sie mitkommen mag? Wenn du es wirklich machen möchtest, dann solltest du es auch machen. Es lohnt sich!

      Liebe Grüße
      Yvonne

  2. Hallo Yvonne,

    Mit den Heißluftballon war ich bisher noch nie unterwegs, aber mit dem Hubschrauber. Das war schon ein tolles Gefühl, obwohl hier im Vergleich zum Heißluftballon das Fahrzeug gut steuerbar ist. 😉
    Mir gefällt, wie du das Leben mit einer Heißluftballonfahrt vergleichst. Es braucht schon Mut, sich ins Unbekannte zu wagen – doch dieser Wagemut wird später auch belohnt. Durch neue Erfahrungen, Perspektiven, Gedanken. Ich glaube, so eine Fahrt mit dem Heißluftballon muss ich auch mal ausprobieren! 😀
    LG

  3. Ich liebe es ja, am Boden zu stehen, den Kopf in den Nacken zu legen und dabei zuzusehen, wie bei schönem Wetter die Ballons am Himmel vorbei ziehen. Aber in einen einsteigen? Mit meiner Höhenangst würde ich tausend Tode sterben. 😉 Trotzdem ein sehr spannender Bericht.
    Lg aus Matrei

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