Wie man Reisetage genießt – 8 Tipps einer Vielreisenden

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Manche sagen ja so schön, der Weg ist das Ziel. Aber an manchen Tagen kann der Weg ganz schön anstrengend sein. Langstreckenflüge, Busse ohne Klimaanlage, Züge mit Verspätung. Ihr wisst, wovon ich spreche. Reisetage, an denen man von A nach B reist können einem manchmal die Laune ganz schön verderben. Aber ich habe ein paar Tipps für euch, wie ihr solche Tage fit, gesund und happy meistert.

1. Planung (wie komme ich von A nach B?)

Zug, Bus, Flugzeug, Auto, Fahrrad, TukTuk – es gibt jede Menge Möglichkeiten. Legt mal den Gedanken daran beiseite, was davon am schnellsten, kostengünstigsten und angenehmsten ist. Und denkt mal daran, was euch am meisten Spass machen würde. Welche Reiseart könnte zu einem Abenteuer werden? Zu einer Geschichte? Vielleicht ist fliegen die naheliegendste Lösung, aber vielleicht seid ihr auch noch nie mit dem „chicken bus“ gefahren und habt Lust das mal auszuprobieren. Macht den Reisetag selbst zu einem Erlebnis. Denkt mal um die Ecke. Fragt Einheimische, fragt Freunde, fragt das Internet. Und dann freut euch auf das, was passieren wird und seid neugierig und offen dafür.

chicken bus guatemala

2. Planung (was brauche ich?)

Ihr wisst jetzt, wie ihr von A nach B kommen wollt. Aber was braucht ihr dafür? Wie sieht es mit Visas aus? Braucht ihr einheimische Währung? Generell Bargeld? Es ist mir schon passiert, dass ich so schnell ich konnte zum nächsten Geldautomaten rennen musste und fast meine Verbindung verpasst habe, weil ich nicht daran gedacht hatte, dass ich eventuell mehr Bargeld brauchen würde, als ich bei mir hatte. Oder dass ich auf dem Weg zum Flughafen noch schnell gegoogelt habe, ob ich eigentlich ein Visum hätte beantragen müssen. True story. Den Stress könnt ihr ganz einfach vermeiden, indem ihr euch im Vorfeld informiert (is ja an sich logisch, aber da ich das ab und zu vergesse, gehe ich davon aus, dass ich nicht alleine bin und damit ist das hier jetzt auch ein Reminder für mich selbst). Und es hilft immer zumindest 50 US-Dollar in bar bei sich zu haben.

3. Was nehme ich ins Handgepäck?

Generell alles, was wichtig und wertvoll ist. Und dann alles, was euch die Reise angenehmer macht. Dazu gehört etwas zu trinken und essen (dazu später mehr) ebenso wie Musik, etwas zum Lesen und alles, mit dem ihr euch irgendwie die Zeit vertreiben könnt, falls es euch langweilig wird.

Ich habe beispielsweise immer ein paar Playlists und Hörbücher bei Spotify, die ich auch offline anhören kann. Hier meine absolute Lieblings-Playlist für lange Flüge:

Mittlerweile habe ich auch aufgehört schwere Bücher mit mir rumzuschleppen und lese e-books stattdessen. Extra-Tipp: Meditationsapp aufs Handy laden und ganz entspannt alles andere um sich herum vergessen.

4. Essen und Trinken für die Reise

Ganz wichtig für Reisetage: trinkt genügend! Und bringt Snacks mit! Zur Grundausstattung gehört bei mir immer eine Flasche Wasser und ein Müsliriegel oder etwas Süßes, egal wohin ich wie auch immer reise. Obst ist generell auch immer eine gute Idee. Lässt sich in der Regel gut transportieren und gibt unterwegs den richtigen Energiekick. Gesunde Ernährung ist gerade auf Reisetagen nicht immer einfach, aber es hilft und man fühlt sich einfach fitter. Besorgt euch beispielsweise Bananenchips statt Kartoffelchips, genauso lecker aber viel gesünder.

Tipps für Reisetage

No go: alles, was stinkt und Mitreisende dadurch belästigt. Ihr wisst, was ich meine.

5. Was ziehe ich an auf Reisetagen?

Ganz ehrlich: das allerbequemste. Und am allerbesten in Lagen. So dass ihr für jede Temperatur gerüstet seid und euch in jeder Situation wohl fühlt. Jeans auf einem Langstreckenflug? Nicht die beste Idee. ein kurzes Sommerkleid in einem klimatisierten Bus? Auch nicht die beste Idee. Ich habe eigentlich fast immer einen Sarong oder einen Schal mit dabei, das hilft wenn es euch kalt wird und dient auch als Kopfkissen. Extra-Tipp: Flugsocken für lange Reisetage. Sind an sich Thrombosestrümpfe, aber Flugsocken hört sich einfach viel sexier an. Mir hilft es auch die Beine vor der Reise mit einem Schmerzgel vorsorglich einzucremen, dann die Flugsocken drüber und geschwollene Beine gehören der Vergangenheit an.

6. Was tun, wenn es anfängt unbequem zu werden

Die bequemste Kleidung, die leckersten Snacks und die spannendsten Hörbücher helfen zwar, aber dennoch gibt es vor allem bei langen Reisetagen immer wieder den Moment, wo ihr nicht mehr wisst, wie ihr euch hinsetzen sollt, weil irgendwie jede Position auf einmal unbequem erscheint. Wenn ihr könnt: steht auf, geht eine Runde und streckt euch. Wenn ihr nicht aufstehen könnt, dann versucht euch so gut wie möglich mit ein paar Streckübungen zu entspannen. Es gibt auch spezielle Yogaübungen, die man im Sitzen machen kann. Hilft! Fokussiert euch darauf, was euch entspannt und weniger auf den Schmerz. Meditation kann da auch sehr viel helfen. Und Vorfreude auf das, was kommt. Wollt ihr lieber die restliche Reisezeit damit verbringen euch darüber aufzuregen, wie unbequem alles ist oder euch entspannen, ablenken und die Vorfreude genießen?

tipps fuer reisetage
Hilft immer: Glitter im Gesicht, gute Laune und Obst!

7. Mitreisende

Vielleicht seid ihr alleine unterwegs, vielleicht nicht. Aber ganz ganz selten seid ihr komplett alleine unterwegs. Es gibt meistens Menschen, die eure Reise von A nach B mit euch teilen. Nutzt das! Unterhaltet euch mit euren Mitreisenden, selbst wenn ihr sie nicht kennt. Vielleicht habt ihr mehr Gemeinsamkeiten als eurer Reiseziel. Mir ist es zum Beispiel mal passiert, dass ich auf einem Langstreckenflug mich direkt beim hinsetzen mit meinem Sitznachbarn angefreundet habe und wir die ganzen 11 Stunden Flug durchgequatscht haben, so dass ich nicht einmal das inflight-Entertainment angeschaltet habe. (Und ja, mir ist es auch schon passiert, dass ich neben mir Menschen sitzen hatte, mit denen ich kein einzelnes Wort geredet habe.) Seid neugierig und offen. Eine gute Unterhaltung bringt die Zeit schon mal dazu wie im Flug zu vergehen. Ehem.

8. Die Langeweile kickt in. Was jetzt?

Ihr habt jede Playlist durch, die Hörbücher auch, alles gelesen, was ihr lesen wolltet, euch auf jegliche Art und Weise abgelenkt, die ihr euch ausdenken könnt. An sich sitzt ihr ganz bequem. Und dennoch gibt es dann doch auch immer mal den Punkt, an dem einem langweilig wird. Gerade auf langen Reisen. Und ja, manchmal gibt es dann nichts anderes zu tun als die Langeweile zu genießen. Stellt euch vor euer Leben ist ein Film, dann sind diese Momente quasi die „Werbepause“. Und was macht man in der Werbepause? Man geht zum Beispiel aus Klo. Und tut all das, wofür man „während des Films“ verzichtet hat, weil man nichts verpassen will. Aber jetzt im Moment verpasst ihr nichts. Vielleicht kennt ihr das Gefühl von FOMO, fear of missing out, aber jetzt in dem Moment könnt ihr euch einfach mal komplett entspannen, ihr verpasst nichts. Ihr seid einfach unterwegs und könnt mal probieren, wie sich JOMO, joy of missing out, anfühlt.

 

Dieser Artikel ist Teil einer Kampagne in Zusammenarbeit mit AOK-on zum Thema gesünder Reisen. Schaut mal auf deren Facebook Seite vorbei, dort findet ihr in den nächsten Wochen ganz viele Tipps von mir rund um das Thema Reisen. Wenn ihr längere Auslandsaufenthalte plant, findet ihr auch viele Tipps direkt auf der Webseite von AOK-on.  

Welche Tipps habt ihr noch für Reisetage? Wie schafft ihr es fit, happy und entspannt ans Ziel zu kommen? Ich freue mich über eure Tipps in den Kommentaren!

Hinweis: Dieser Artikel wird euch präsentiert in Zusammenarbeit mit AOK-on.

Hi, ich bin Yvonne. Reisesüchtig. Schuldig im Sinne der Anklage. Sehr wahrscheinlich falle ich gerade irgendwo von einem Kamel, werde von einer Kobra angespuckt oder schleppe mein Gepäck durch einen Fluß im Dschungel. Es könnte allerdings auch gut sein, dass ich gerade im Schlafanzug auf meinem Sofa in Berlin sitze. Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen überall hin. Überall hört sich irgendwie viel spannender an. Seid travelous und folgt mir!

Discussion1 Kommentar

  1. Hi Yvonne, die Tipps sind auf jeden Fall super, vor allem der mit den Snacks! Mir ist es schon manches Mal passiert, dass ich nichts mitgenommen habe und dann unterwegs doch zur ungesünderen Alternative gegriffen habe. Ein toller Artikel!

    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Karo

    (www.karoadores.com)

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