JUST TRAVELOUS http://www.justtravelous.com/ Preisgekrönter Reiseblog auf deutsch und englisch von Reisebloggerin Yvonne Zagermann. Award winning travel blog in German and English Fri, 19 Dec 2014 13:32:54 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.0.1 Eine Geschichte über Fallschirmsprünge, Langeweile und mich http://www.justtravelous.com/2014/12/fallschirmspringen-jordanien/ http://www.justtravelous.com/2014/12/fallschirmspringen-jordanien/#comments Fri, 19 Dec 2014 13:32:54 +0000 http://www.justtravelous.com/?p=8823 “Fallschirmspringen? Ja, hab ich schon mal gemacht. Fand ich langweilig.” Und dann kommen die großen Augen beim Gegenüber und ich sehe genau, wie sich in ihren Köpfen die Frage bildet: “WAS stimmt mit der nicht?”. Hi, ich bin Yvonne und ich finde Fallschirmspringen langweilig. Ich weiß noch genau, wie ich 2011, am Abend vor meinem ersten Fallschirmsprung, auf dem Boden meines Hotelzimmers saß, Musik gehört habe und so aufgeregt war, wie wohl noch nie zuvor in meinem Leben. Ich bin […]

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“Fallschirmspringen? Ja, hab ich schon mal gemacht. Fand ich langweilig.” Und dann kommen die großen Augen beim Gegenüber und ich sehe genau, wie sich in ihren Köpfen die Frage bildet: “WAS stimmt mit der nicht?”.

Hi, ich bin Yvonne und ich finde Fallschirmspringen langweilig.

Ich weiß noch genau, wie ich 2011, am Abend vor meinem ersten Fallschirmsprung, auf dem Boden meines Hotelzimmers saß, Musik gehört habe und so aufgeregt war, wie wohl noch nie zuvor in meinem Leben. Ich bin ja an sich ein (abenteuerlicher) Angsthase, hab vor meinem ersten Tauchgang geheult wie ein Baby, und auch sonst oft genug den Schwanz eingekniffen. Aber damals wollte ich nicht kneifen, also eigentlich schon, aber ihr wisst schon, Gruppenzwang und so, man will sich vor den anderen, die sich alle (ok, die meisten) so furchtbar drauf gefreut haben, ja nicht blamieren. Und als ich dann am nächsten Tag an der Reihe war, nach zwei Stunden warten und mich furchtbar langweilen, wollte ich es einfach nur noch hinter mich bringen. Den tatsächlichen Sprung aus dem Flugzeug hab ich irgendwie verpasst. War viel zu sehr abgelenkt vom Fotografen und darauf konzentriert, mein Gesicht zu kontrollieren. (Und wie das Foto unten zeigt, hab ich das auch ganz gut hinbekommen, darauf bin ich übrigens immens stolz).

me jumping out of a plane

Der freie Fall war unfassbar kalt und der Wind peitschte mir ins Gesicht und als der Fallschirm aufging, zogen die Gurte irgendwie überall und es tat weh und ich hatte danach auch wirklich ein paar unschöne blaue Flecken. Bei der Landung hab ich mich n bisi blöde angestellt und lachte aber dabei. Alle anderen hatten ja auch gelacht. Und sich gefreut. Also tat ich das auch. Aber die anderen waren noch stundenlang völlig high vom Adrenalinrausch und grinsten über beide Backen und sagten, das war das Tollste, was sie je gemacht hatten. Ich saß da und grübelte. Ich hatte keinen Adrenalinrausch. Ich fühlte mich auch nicht anders. Ich war nicht stolz auf mich, weil ich was unfassbares geschafft hatte. Es war ok. Aber auch nicht mehr. Ja, lange Zeit habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was denn nun mit mir nicht stimmt. Warum ich kein Hochgefühl empfunden habe. Warum ich nicht stolz auf mich war, das geschafft zu haben. Irgendwann klingelte es. Ich hatte ja gar nichts gemacht. Hatte mich einfach nur dranhängen lassen. Gesprungen ist eigentlich ein anderer. Und dadurch hatte ich etwas Wichtiges über mich gelernt: wenn ich stolz auf mich sein will, wenn ich mich himmelhochjauchzend fühlen will, dann muss ich Dinge selbst anpacken. Und das finde ich irgendwie gut.

Soviel dazu. Dann kam der Tag, an dem ich erneut aus einem Flugzeug springen sollte. Dieses Mal über dem tiefsten Punkt der Erdoberfläche, am Toten Meer in Jordanien. Doch der Himmel hatte nich wirklich Lust darauf, mehr und mehr Wolken zogen auf. In Jordanien regnet es im Durchschnitt an einem Tag im Oktober. Dieses Jahr war es der 19. Oktober. Keine guten Bedingungen für einen Fallschirmsprung.

fallschirmspringen jordanien

Wenn der Himmel sich nicht bald aufklären würde, dann würden wir nicht springen. Einerseits war ich darüber froh, ehrlich gesagt hatte ich nämlich doch auch ein bisschen Schiss. Andererseits wollte ich wissen, ob sich meine Theorie bestätigt. Springen oder nicht springen? Ich entschied, mein Schicksal einfach dem Wetter zu überlassen. Klärt es sich auf, springe ich. Wenn es bewölkt bleibt, dann springe ich eben nicht.

Wir warteten. Mal wieder. Und ich langweilte mich. Mal wieder. Gehört – bei mir – wohl irgendwie dazu zum Fallschirmspringen. Aber ich wollte es jetzt. Ich wollte wissen, wie es sich beim zweiten Mal anfühlt. Ich wollte wissen, ob es mir Spass machen würde, ob ich im Flugzeug auf dem Weg nach oben doch noch kneifen würde, ob ich wieder die einzige sein würde, die nicht total high danach ist.

Und dann zogen die Wolken auf und es ging los.

Fallschirmspringen Jordanien

Und ich, ich dachte mir: ich will jetzt einfach Spaß haben. Jeden Moment genießen und mich nicht wieder ablenken lassen. Vor allem diesen einen Moment, diese eine Sekunde kurz vor und kurz nach dem eigentlichen Sprung aus dem Flugzeug.

Und dann war ich an der Reihe. Und mal wieder ging alles ganz schnell, aber darauf war ich vorbereitet. Ich versuchte mich darauf zu konzentrieren, alles in mich aufzunehmen. Und dennoch konnte ich nicht widerstehen zu versuchen den Kameramann anzulächeln. Doch das klappte nich so wirklich (daher gibt es davon heute auch kein Foto für euch). Mein Kopf wurde zurückgedrückt. Kinn hoch. Dann. Der Sprung. Ein Schrei. Ein langer Schrei. Ein WOOOOOOO. Ein bisschen Wirbeln in der Luft, mal selber an den Strippen ziehen und dann eine sanfte Landung. Der Sprung war viel kürzer als beim ersten Mal, da wir aufgrund der Witterungsverhältniss nich so hoch fliegen konnten. Beim ersten Fallschirmsprung war es aus circa 4km Höhe, der zweite war gerade mal aus 2,5km.

Fallschirmspringen Jordanien

Ich hatte es wieder getan. Und ich hatte Spass dabei. RIESEN Spass. Aber ein krasser Adrenalinschub? Nein, der blieb auch dieses Mal aus. Aber es ist auch nicht so, dass ich den Sprung langweilig fand, nein. Es war mehr so ein “Yeah, das war geil.” Dasselbe Gefühl, dass ich habe, wenn ich was mache, was mir Spass macht.

Wie ein perfekter Abend mit guten Freunden.

Lachen, bis die Tränen kommen.

Auf dem Rummel Boxauto fahren.

Mein Gepäck durch einen Fluß im Dschungel tragen müssen, weil das Auto nicht durch kommt.

Luftpolster-Folie zerplatzen lassen.

Die dritte Pina Colada an einem schönen Strand.

Popcorn im Kino.

Dinge, die man tut und dann sagt: Das war toll, das sollten wir öfter machen. Die einen einfach glücklich machen. Nicht stolz. Stolz bin ich auf andere Dinge. Aber vielleicht ist das einfach so, dass man auf einen Fallschirmsprung nicht stolz sein muss, sondern sich einfach drüber freuen kann. Und ja, ich würde es wieder tun. Einfach so, aus Spaß an der Freude. Beweisen muss ich mir damit gar nichts. Und ja, langweilig finde ich es auch nicht mehr. Wahrscheinlich war mein “Ich finde Fallschirmspringen langweilig” nur eine extreme Gegenreaktion auf den extremen Adrenalinschub der anderen.


Fakten und Infos zum Fallschirmspringen in Jordanien

  • Ich bin mit SkyDive Jordan gesprungen, die ich wirklich sehr empfehlen kann, cooles Team! (Mal unabhängig davon, dass die soweit ich das recherchiert habe, im Moment die einzigen sind, die Fallschirmsprünge in Jordanien anbieten)
  • Ein Fallschirmsprung kostet umgerechnet circa €287
  • Bitte beachtet, dass ihr 24h warten müsst bevor ihr aus einem Flugzeug springt, falls ihr davor Tauchen wart

Wart ihr schon mal Fallschirmspringen? Hat es euch gefallen? Und wenn nicht: würdet ihr es gerne mal machen?

Hinweis: Dieser Artikel ist Teil der #GoJordan Kampagne von iambassador in Zusammenarbeit mit VisitJordan.

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Brokeloh – Ein Dorf (fast) wie im Bilderbuch http://www.justtravelous.com/2014/11/brokeloh-niedersachsen/ http://www.justtravelous.com/2014/11/brokeloh-niedersachsen/#comments Wed, 05 Nov 2014 22:26:56 +0000 http://www.justtravelous.com/?p=8792 Ich bin ja auf dem Dorf gross geworden. So mit allem drum und dran. Jeder kennt jeden, jeder duzt jeden und jeder weiß über jeden Bescheid. Das hat seine Vor-, aber auch sicherlich seine Nachteile. Und so schön es da auch ist, leben möcht ich da nicht mehr. (Sorry, Mama). Aber im Grunde genommen bin ich doch ein Dorfkind und für ein paar Tage finde ich das schon schön. Und als ich jetzt die Chance hatte mal ein anderes Dorf […]

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Ich bin ja auf dem Dorf gross geworden. So mit allem drum und dran. Jeder kennt jeden, jeder duzt jeden und jeder weiß über jeden Bescheid. Das hat seine Vor-, aber auch sicherlich seine Nachteile. Und so schön es da auch ist, leben möcht ich da nicht mehr. (Sorry, Mama). Aber im Grunde genommen bin ich doch ein Dorfkind und für ein paar Tage finde ich das schon schön. Und als ich jetzt die Chance hatte mal ein anderes Dorf näher kennenzulernen, hab ich mich ganz dolle gefreut. Denn wann hat man denn schon mal die Gelegenheit? Und so bin ich dann an einem sonnigen Herbsttag nach Brokeloh in Niedersachsen gefahren.

Brokeloh Niedersachsen

Brokeloh liegt circa 50 Kilometer nordwestlich von Hannover und hat circa 380 Einwohner. Und irgendwie ist Brokeloh schon ein Dorf wie jedes andere. Jeder kennt jeden und jeder weiß über jeden Bescheid. Ich im übrigen jetzt auch, so ein bißchen, auch wenn ich nur für einen Tag da war. Man trifft sich auf der Straße oder beim Metzger, oder in der Dorfkneipe oder beim Schützenverein. Und man spricht. Über das Wetter, was gerade so passiert und was nicht. Wenn was passiert, dann geht das in Brokeloh unter den 380 Einwohnern schneller viral als auf Facebook. Kein Wunder, die Internetverbindung ist auch ein bisschen lahm.

Brokeloh Niedersachsen-11

Donnerstag Abends treffen sich die Männer vom Schützenverein zum Boule spielen. Am Berg oben. Wobei Berge in Niedersachsen ja, nunja, nicht mal wirkliche Hügel sind. Der Schützenverein jedenfalls ist der größte Verein im Dorf. Und die Trophäen der jeweiligen Schützenkönige hängen stolz an (fast) jedem Haus.

Brokeloh Niedersachsen-18

In Brokeloh werden auch Traditionen noch gepflegt. Wenn man an seinem 25. Geburtstag noch nicht verheiratet ist, dann hängt der Garten voller Zigarettenschachteln, als “Geschenk”. Weil man dann quasi ne alte Schachtel ist. Oder so. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstanden hab. Uhum.

Brokeloh Niedersachsen-7

Ansonsten kann man in und um Brokeloh wunderbar wandern gehen. Und einen Baggersee haben sie auch.

Brokeloh Niedersachsen-2 Brokeloh Niedersachsen-6

Aber wenn man mal genauer hinschaut, dann sieht man, dass Brokeloh doch irgendwie anders ist. Zum einen hat es ein Rittergut und das hat ja nicht jedes Dorf. Und das Rittergut bietet auch Ferienwohnungen an, da hab ich nämlich geschlafen. Aber das ist noch nicht mal das Außergewöhnliche daran. Sondern, dass jedes Jahr hier das Live-Rollenspiel Conquest of Mythodea mit über 9000 Fantasy-Fans stattfindet. Ich glaube das muss ich mir nächstes Jahr mal ansehen. Immerhin kenne ich den Burgherren jetzt ja persönlich.

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Aber das war’s noch gar nicht an außergewöhnlichen Dingen in Brokeloh. Und nein, ich rede jetzt auch nicht von den ganzen Preisen, die das Dorf gewonnen hat, weil es so hübsch ist. Was mich fasziniert hat, war die Geschäftstüchtigkeit und Kreativität, die alle da irgendwie haben. Da gibt es Frauen, die aus der letzten Telefonzelle im Ort ein Museum gemacht haben.

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Oder Familien, die wirklich leckeren Apfelsaft herstellen.

Brokeloh Niedersachsen-10

Oder andere, die Blaubeeren anbauen und ein RIESIGES Hofcafé haben (in dem es auch wirklich leckeres Frühstück gibt) und dazu noch einen total süßen Laden.

Brokeloh Niedersachsen-5

Und wenn man so durchs Dorf geht, dann sieht man eben an jeder Ecke irgendwen irgendwas machen. Und jeder hat irgendwie “sein Ding” gefunden. Auf das er Lust hat, mit dem er sein Geld verdient und das das Dorf mit jedem Teil ein bisschen liebenswerter macht.

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Ja, Brokeloh ist ein Dorf wie im Bilderbuch. Fast. Weil es ja eben doch ein bisschen anders ist.

Brokeloh Niedersachsen-3

Hinweis: Meine Reise nach Brokeloh ist Teil der #MeinNiedersachsen Kooperation des Reiseblogger Kollektivs und dem Reiseland Niedersachsen.

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Wadi Rum – Von Menschen, die man an einem Freitag in der Wüste trifft http://www.justtravelous.com/2014/10/wadi-rum-jordanien/ http://www.justtravelous.com/2014/10/wadi-rum-jordanien/#comments Thu, 30 Oct 2014 20:21:33 +0000 http://www.justtravelous.com/?p=8744 “Hi, do you know what day is today?” “Friday” “Yes, Friday, that’s my name. Today is my name” Er strahlte über das ganze Gesicht. “Can I take your picture?” Ich lachte und fand es lustig, dass er mich fotografieren wollte. Als er mir das Foto zeigte, konnte ich nicht wirklich was sehen, das Handy war klein und alt und die Sonne stand tief. “You like it?” “Yes, I like it.” Ich wollte höflich sein, und dachte es wird schon ein […]

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“Hi, do you know what day is today?” “Friday” “Yes, Friday, that’s my name. Today is my name” Er strahlte über das ganze Gesicht. “Can I take your picture?” Ich lachte und fand es lustig, dass er mich fotografieren wollte. Als er mir das Foto zeigte, konnte ich nicht wirklich was sehen, das Handy war klein und alt und die Sonne stand tief. “You like it?” “Yes, I like it.” Ich wollte höflich sein, und dachte es wird schon ein gutes Foto sein. Friday lachte nun laut. “Look, look. there’s no picture. My phone has no camera!” Dort, wo ich noch vor wenigen Sekunden gedacht hatte die Umrisse meines Gesichts zu erkennen, war nichts anderes als die Grafik eines Strichmännchen zu sehen. Und dann, dann lachten wir beide.

friday and meFriday und ich

Ich traf Friday an einem Freitag in Jordanien. Im Wadi Rum. Sein Freund Ali war unser Fahrer und fuhr nun mit uns durch die Wüste. An Felsformationen vorbei, die aussahen wie Brücken und Schiffe. Angeblich gibt es auch einen Fels, der aussieht wie ein Pilz. Aber an dem kamen wir nicht vorbei.

Wadi Rum Jordanien

Wadi Rum Jordanien

Wadi Rum ist eine dieser Wüsten, die man einfach erleben muss. Sie ist auf der Unesco Welterbeliste und wurde seit jeher von Beduinen bewohnt. Im ersten Weltkrieg kämpften diese Beduinen an der Seite von T.E. Lawrence (bekannt als “Lawrence von Arabien”) in der Arabischen Revolte. Und spätestens nach dem oscargekrönten Kinofilm “Lawrence von Arabien” wurde Wadi Rum weltberühmt.

bedouin wadi rum jordan

Wadi Rum Jordanien

“Do you want to ride a camel?” Wir stoppten kurz vor der “großen Brücke” und unser Guide winkte einen Beduinen heran, per Handzeichen gab er ihm zu verstehen, dass wir drei Kamele bräuchten. Für die Jungs. Denn ich, ich wollte lieber mit dem Geländewagen über den Sand brettern. Denn wir wissen ja, Kamele und ich, das geht nicht gut aus.

wadi Rum Jordanien

Irgendwann gab Ali nach und ich durfte mich ans Steuer setzen. Der Fakt, dass ich Deutsche bin, hat ihm wohl gereicht als Versicherung um mir seine Schlüssel zu übergeben. Ich muss sagen, das hilft komischerweise immer. “Do you know how to drive a car with stick shift in the desert?” “Well, I’m German.” Und zack hat man die Schlüssel in der Hand. Gut, dass nie einer danach fragt, ob ich einparken kann…

Friday and Ali in Wadi RumFriday und Ali

Ali in Wadi RumAli

“How fast can I go?” “50 or 60!” Kurz war ich enttäuscht, dass ich nicht schneller fahren durfte, mir wurde aber auch schnell klar warum. Die Wege im Wadi Rum sind uneben. Fährt man gerade noch über Sand, spürt man auf einmal Gestein unter den Rädern. Aber ich hatte meinen Spaß, driftete ein bißchen (unabsichtlich – aber GEKONNT! Ich war so stolz auf mich!) über die Dünen und blieb irgendwann dann einfach stecken. Die Kupplung stank, ich hatte ein schlechtes Gewissen, aber Ali lachte und brachte den Wagen in Nullkommanix wieder aus dem Sand.

Wadi Rum Jordan-5

Irgendwann kamen wir im Rahayeb Camp an, wo wir die Nacht verbringen würden. Ein Camp in der Mitte von Nirgendwo und doch hat es alles, was man braucht. Nur der Strom, der wird irgendwann abgestellt. Ich glaube es war so gegen zehn Uhr abends. Aber da saß ich gerade draußen, unter dem Sternenhimmel, hab Sternschnuppen gezählt und mal wieder gedacht, dass der Nachthimmel nirgends so schön ist, wie in der Wüste.

Rahayeb Camp Wadi Rum JordanienDas Camp am Morgen als noch kaum einer wach war

Nur eine Sache, die bereue ich sehr. Dass ich, als Friday sich mir vorstellte, nicht gewitzt genug war mit “Hi, und ich bin Robinson” zu antworten.

Hinweis: Dieser Artikel ist Teil der #GoJordan Kampagne von iambassador in Zusammenarbeit mit VisitJordan.

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Nächster Halt: Jordanien http://www.justtravelous.com/2014/10/naechster-halt-jordanien/ http://www.justtravelous.com/2014/10/naechster-halt-jordanien/#comments Tue, 14 Oct 2014 05:00:49 +0000 http://www.justtravelous.com/?p=8732 Es gibt nicht viele Länder auf meiner “Da muss ich unbedingt mal hin, komme was wolle”-Liste. Indien gehört dazu und Grönland und, ja, Jordanien. Und während ihr das jetzt gerade lest, sitze ich im Flieger genau dahin. Nach Jordanien. (Sofern ich nicht meinen Flieger verpasst habe). Auf mich warten knapp zwei Wochen Abenteuer (Moment, ich muss mal schnell die Indiana Jones Pocket App auf mein Handy laden. Bin gleich wieder da…) (OMG, jetzt hab ich mir auch noch den Indiana […]

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Es gibt nicht viele Länder auf meiner “Da muss ich unbedingt mal hin, komme was wolle”-Liste. Indien gehört dazu und Grönland und, ja, Jordanien. Und während ihr das jetzt gerade lest, sitze ich im Flieger genau dahin. Nach Jordanien. (Sofern ich nicht meinen Flieger verpasst habe). Auf mich warten knapp zwei Wochen Abenteuer (Moment, ich muss mal schnell die Indiana Jones Pocket App auf mein Handy laden. Bin gleich wieder da…) (OMG, jetzt hab ich mir auch noch den Indiana Jones Klingelton runtergladen, wie gut ist das denn? Jetzt bin ich vorbereitet), viele Begegnungen mit Einheimischen und die ein oder andere Sehenswürdigkeit, die man nicht in jedem Reiseführer findet. Eine Reise ganz nach meinem Geschmack. (Und es ist sogar alles so herrlich flexibel geplant, dass ich jederzeit umdisponieren kann, wenn ich das Bedürfnis habe). Was erwartet mich also?

Auf jeden Fall – Petra! Das darf man sich einfach nicht entgehen lassen und ich bin schon sehr gespannt und ja, Nina, du bekommst das Video, das ich dir versprochen habe…

Petra Matt LongFoto: Matt Long von Landlopers.com

Aber ganz ohne Kamele… denn ihr wisst schon, ich und Kamele, das is nichts. (Wer das Video noch nicht kennt von mir und dem “Versuch” ein Kamel zu reiten… naja, der kann es sich hier nochmal ansehen)

Ich werde Wadis sehen. Ganz viele. Und auch den berühmten. Den Wadi Rum. Mal sehen ob ich da auch so ein gemütliches Plätzchen finde, wie Johannes von Reisedepeschen anno dazumal.

wadi rum johannes klaus reisedepeschenFoto: Johannes Klaus Reisedepeschen.de

Und das rote Meer werde ich sehen. Und das tote auch. Und dort werde ich auch nochmal einen Versuch wagen und mich aus einem Flugzeug stürzen. Mal sehen ob ich es danach immer noch so langweilig finde, wie beim ersten Mal… (Nachzulesen u.a. hier)

skydiving_klein

Und ein paar Sachen, die verrate ich euch erst, wenn es soweit ist. Wenn ihr es noch nicht tut, solltet ihr mir also auf jeden Fall bei Facebook, Twitter und vor allem Instagram folgen, damit ihr auf gar keinen Fall etwas verpasst! Und wenn ihr auch wissen wollt, was die anderen so machen (ich bin nämlich nicht ganz alleine unterwegs) dann verfolgt auf jeden Fall den Hashtag #GoJordan!

Hinweis: Dieser Artikel ist Teil der #GoJordan Kampagne von iambassador in Zusammenarbeit mit VisitJordan.

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Schottland für Anfänger – Meine Reise zum Nachreisen http://www.justtravelous.com/2014/10/schottland-reise-mit-mietwagen-route/ http://www.justtravelous.com/2014/10/schottland-reise-mit-mietwagen-route/#comments Mon, 13 Oct 2014 10:35:35 +0000 http://www.justtravelous.com/?p=8635 Vielleicht habt ihr ja selbst mal Lust nach Schottland zu reisen, doch ihr wisst nicht genau wo anfangen mit dem Planen? So ging es mir auch und deshalb hatte ich euch ja vor ein paar Wochen mal nach Tipps gefragt auf meiner Facebook Seite und auch mal bei ein paar Freunden nachgehakt, die schon mal in Schottland waren. Herausgekommen ist eine Route, die, meiner Meinung nach, die perfekte Einsteigertour ist. Schottland Reise – Von Edinburgh durch die Highlands nach Inverness […]

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Vielleicht habt ihr ja selbst mal Lust nach Schottland zu reisen, doch ihr wisst nicht genau wo anfangen mit dem Planen? So ging es mir auch und deshalb hatte ich euch ja vor ein paar Wochen mal nach Tipps gefragt auf meiner Facebook Seite und auch mal bei ein paar Freunden nachgehakt, die schon mal in Schottland waren. Herausgekommen ist eine Route, die, meiner Meinung nach, die perfekte Einsteigertour ist.

Schottland Reise – Von Edinburgh durch die Highlands nach Inverness mit dem Mietwagen

Generell finde ich, dass man Schottland unbedingt erfahren muss, im wortwörtlichen Sinne. Ich fand es herrlich mit dem Mietwagen durch die Highlands zu kurven und auch ganz spontan an manchen Kreuzungen einfach mal anders abbiegen zu können, weil mir gerade danach war, auch wenn das Navi etwas anderes vorhatte. Für die Route, wie ich sie gemacht habe, solltet ihr mindestens 5 Tage einplanen, gerne auch länger.

Schottland mit MietwagenMein “Schiff” mitten im Nirgendwo

Tag 1 – Edinburgh

Meine Schottland Reise fing in Edinburgh an, ein wahrlich hübsches Städtchen. Wenn ihr euch nur einen Tag hier gönnt, dann hofft auf gutes Wetter und spaziert einfach ein bißchen in der Altstadt rum, setzt euch in einen der vielen Parks und Grünflächen und genießt die Sonne.

Schottland Reise Edinburgh

Abends solltet ihr dann unbedingt eine der vielen Geistertouren machen, ich war mit Auld Reekie Tours unterwegs und kann euch sagen, mir lief es das ein oder andere Mal EISKALT den Rücken hinunter!

Schottland Reise Ken Auld Reekie Tour EdinburghTourguide Ken von Auld Reekie Tours

Übernachtet habe ich im The Bonham! Ein total schönes Boutique Hotel mit Charme! Und eventuell spukt es da auch, naja, ich weiß es nicht, vielleicht lag es an der Geistertour, aber auf jeden Fall hatte ich SEHR merkwürdige Träume da (also gut merkwürdig, nich erschreckend merkwürdig, naja, ich sag’s ja nur…).

Schottland Reise The Bonham

Falls ihr noch ein paar Tage länger in Edinburgh bleiben wollt, dann schaut mal bei Kash von Budgettraveller vorbei, der hat noch jede Menge Tipps zu Edinburgh.

Tag 2 Doune Castle, Glencoe

Am nächsten Morgen ging es für mich dann erstmal zum Doune Castle. Und jetzt werden gleich alle Fans von Monty Python, Game of Thrones UND der Outlander Saga von Diana Gabaldon aufhorchen! Denn ja, das Doune Castle wurde schon oft als Drehort verwendet! Monty Python und Game of Thrones wusste ich bereits, aber dass auch die Outlander Serie dort gedreht wurde (Castle Leoch!) DAS wusste ich nicht und wurde selbst überrascht, als die Serie dann endlich raus war. Hach. Jamie. Doch Doune Castle lohnt sich nicht nur deswegen, es ist einfach eine Schönheit und wenn man unter der Woche hingeht, dann hat man oft das Glück manche Räume ganz für sich alleine zu haben! Tipp: Unbedingt einen Audio-Guide nehmen und sich von den Monty Python Szenen durch die Burg führen lassen!

Schottland Reise Doune Castle

Schottland Reise Doune Castle Monty Python

Vom Doune Castle führte mich mein Weg Richtung Glencoe. Eigentlich dauert die Fahrt nur knapp zwei Stunden, aber, naja, der Weg ist das Ziel, wa? Das gilt hier auf jeden Fall. Die Ortschaft Glencoe selber hat mich jetzt nicht so überzeugt, aber die Fahrt dahin… vor allem das Glencoe Tal… ich sag’s euch: Hammer! Unbedingt genügend Zeit einplanen für jede Menge Stopps!

Schottland Reise Loch LubnigLoch Lubnig

Schottland Reise Glencoe TalGlencoe Tal

Nur ein paar Kilometer hinter der Orschaft Glencoe fand ich dann eines der bezauberndsten Bed&Breakfast EVER! Da muss ich unbedingt nochmal hin!

Schottland Reise Creag Mhor LodgeDie Aussicht aus dem Wohnzimmer der Creag Mhor Lodge

Nicht nur wegen der Lage oder der Aussicht oder der Einrichtung oder der zuckersüßen Inhaber… an diesem Abend habe ich mich in Schottland verliebt… als ich nämlich zwei Meilen durch den Wald stapfte um zu einem Restaurant zu kommen und dann diese Aussicht hatte:

Schottland Reise Onich Beach

Wie das so war mit mir und Schottland und warum ich tagelang nur geheult habe, das lest ihr hier.

Tag 3 Glenfinnan Viadukt, Eilean Donean Castle

Auch wenn ich mich am nächsten Morgen nur schweren Herzens von dem B&B trennen konnte, musste ich doch weiter! Einen prima Tipp hatte mir die Inhaberin noch gegeben: den Ben Nevis, den muss man nich unbedingt zu Fuß besteigen… es gibt auch eine Gondel! Also bin ich guten Mutes dahin gefahren… nur um dann festzustellen, dass die Gondel an dem Tag aufgrund starken Windes geschlossen war. Naja, ich hab’s versucht. Stattdessen machte ich mich dann auf den Weg zum Glenfinnan Viadukt. Nur um dann dort festzustellen, dass ich den Zug, der eigentlich erst in fünf Minuten da sein sollte, gerade verpasst hatte. Ja, Züge in Schottland können auch mal verfrüht irgendwo sein. Schade! Ohne Zug und ohne Plan, wie ich da jetzt näher hinkommen soll (und ehrlich gesagt auch nicht so viel Lust im Gepäck durch die Pampe mit anderen Touristen zu wandern) war das Glenfinnan Viadukt jetzt ehrlich gesagt nicht ganz so beeindruckend… aber für Harry Potter Fans ist das sicherlich ein Muss (was ich nicht bin… ehum…).

Schottland reise Glennfinnan Viadukt

Ich fand es viel toller mich dann wieder in mein Schiff zu setzen, den Braveheart Soundtrack in voller Lautstärke zu hören und nach Herzenslust zu weinen! Und möglichst jedem anderen Tourist aus dem Weg zu gehen. Und dann wieder Halt zu machen, einmal tief durchatmen, etwas weiter heulen und sobald Touristen im Anflug waren wieder weiterzufahren.

Schottland Reise

Als ich dann genug geheult hatte war ich auch schon fast am Eilean Donan Castle. Dem Castle, das ich jahrelang als Screensaver auf dem Computer hatte und nun stand ich endlich davor! Und hab direkt wieder angefangen zu weinen. Es ist einfach zu schön!

Schottland Reise Eilean Donan Castle

Übernachtet habe ich dann in einem mini kleinen Dorf, in Strathcarron. Das Hotel da ist recht einfach, aber die Besitzer super freundlich und der Hotel-Pub, der auch gleichzeitig der Dorf-Pub ist, ist definitiv einen Besuch wert. Anschluss findet man da sofort.

Tag 4 Highlandgames

Ich hatte das Glück während der Highlandgames in Schottland zu sein, die in der Regel immer im Juli und August stattfinden, wann und wo könnt ihr hier nachschauen. Ich hatte mir extra “kleine” Highlandgames ausgesucht, die noch nicht so überlaufen mit Touristen sind und man eher Einheimische trifft. Lochcarron war dafür auf jeden Fall eine gute Wahl. Und über meine Erfahrungen mit den Highlandgames werde ich euch noch genauer erzählen! Soviel verrate ich euch schon mal… es ist unfassbar!

highland games

Falls ihr zu einer Zeit in Schottland seid, in der keine Highlandgames stattfinden, empfehle ich euch diesen Tag zu nutzen um noch weiter in die Highlands zu fahren.

Abends ging es für mich, nach einem kurzen Stopp in Inverness, zu DEM Loch in Schottland: Loch Ness!

Tag 5 Loch Ness/Inverness

Wenn ihr am Loch Ness im The Loch Ness Clansman Hotel übernachtet, stehen die Chancen gut, Willie Cameron über den Weg zu laufen. Quasi “Mr. Loch Ness” (und Direktor des Clansman Hotels).

Schottland Reise Willie Cameron Loch Ness

Er kennt die Legenden um Nessie, wie kein anderer, und freut sich immer seine Geschichten zum besten zu geben. Vor allem die mit Nessie und seinem Vater. Denn ja, der hat Nessie 1965 angeblich mal gesehen. Willie selbst hatte das Vergnügen noch nicht. Aber er glaubt an Nessie. Und das alleine zählt doch, oder? Aber naja, ich hab Nessie ja auch gesehen… sah nur irgendwie anders aus, als gedacht…

Schottland Reise Nessie Loch Ness

Falls ihr keine Lust auf die typische Touriboottour auf dem Loch Ness habt, dann solltet ihr euch in euren Mietwagen setzen und einmal um das ganze Loch Ness herum fahren, vor allem auf der anderen Seite gibt es super schöne Straßen (Aber Achtung: die sind oft einspurig und je größer euer Mietwagen ist, desto größer die Chance, dass euch das ein oder andere mal der Angstschweiss die Stirn runtertropft… Ich musste SO OFT an diese Szene aus “Liebe braucht keine Ferien” denken…) dafür werdet ihr dann auch mit solchen Aussichten belohnt:

Schottland Reise Loch Ness

Inverness selbst hat mich jetzt nich vom Hocker gehauen, aber vielleicht auch einfach deshalb, weil mich die Highlands einfach so fasziniert hatten und ich einfach keine Lust auf “Zivilisation” hatte… Mein Lieblingsplatz in Inverness sind die Ness Islands. Perfekt für einen Abendspaziergang. Und wenn ihr noch ein bißchen mehr Zeit mitgebracht habt, dann solltet ihr nach Culloden fahren, nicht nur für Fans der Outlander Saga von Diana Gabaldon ein Muss.

Schottland Reise CullodenFraser Gedenkstein in Culloden

Und hier habe ich noch eine kleine Karte für euch, wie ihr seht, könnte man REIN THEORETISCH die ganze Strecke an einem Tag abfahren, aber das macht ja keinen Sinn…

Wart ihr schon mal in Schottland? Was darf eurer Meinung nach bei einer Schottland Reise nicht fehlen? Und was sind die wichtigsten Orte für Schottland Einsteiger?

Hinweis: Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation des Reiseblogger Kollektivs mit Visit Britain. Danke auch an sunnycars.de für die Unterstützung mit dem Mietwagen!

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Die Sache mit dem Internet, dem echten Leben und so… http://www.justtravelous.com/2014/10/internet-echtes-leben-und-so/ http://www.justtravelous.com/2014/10/internet-echtes-leben-und-so/#comments Wed, 08 Oct 2014 10:16:21 +0000 http://www.justtravelous.com/?p=8672 Manchmal ist es stiller hier als sonst. Manchmal ist es die Ruhe vor dem Sturm, weil ich gerade unterwegs bin und nicht die Zeit finde etwas zu schreiben, und manchmal, da ist es einfach so, dass ich an sich so viele Geschichten zu erzählen hätte und dann, wenn ich vor meinem Computer sitze, fehlen mir die Worte. Nicht, dass ich nicht wüsste, wie ich die Geschichte erzählen soll, sondern oft ist es dann so, dass ich die Geschichten schon so […]

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Manchmal ist es stiller hier als sonst. Manchmal ist es die Ruhe vor dem Sturm, weil ich gerade unterwegs bin und nicht die Zeit finde etwas zu schreiben, und manchmal, da ist es einfach so, dass ich an sich so viele Geschichten zu erzählen hätte und dann, wenn ich vor meinem Computer sitze, fehlen mir die Worte. Nicht, dass ich nicht wüsste, wie ich die Geschichte erzählen soll, sondern oft ist es dann so, dass ich die Geschichten schon so oft erzählt habe, im echten Leben, dass es komisch ist, sie auf einmal schwarz auf weiß geschrieben zu sehen.

no wordsUnd manchmal, da ist es so, dass das “echte” Leben, da draußen, so viel spannender ist, als vor dem Computer zu sitzen und Geschichten von anderen Tagen zu erzählen, wenn doch der Tag gerade jetzt, mich nach draußen ruft.

Jetzt ist gerade so eine Zeit. Eine Zeit, in der ich viel lieber draußen bin, mich mit Freunden treffe und denen all die Geschichten erzähle. Und mir Zeit nehme für Dinge, für die ich sonst kaum Zeit habe (was manchmal alleine daran liegt, dass ich nicht in Berlin bin). Kaffee trinken, spazieren gehen, essen gehen, telefonieren, kochen (nein, ich nicht, aber ich habe unglaublich tolle Freunde, die wissen, dass ich nicht kochen kann und dann für mich kochen. Manchmal schäle ich dann die Kartoffeln, oder so).

Und das quasi jeden Tag. Von morgens bis abends. Und manchmal auch die Nächte durch. Und dann gibt es Tage, an denen ich einfach alleine sein will. Da will ich niemanden sehen und mit niemanden reden.

Und es gibt eine Sache, die hat keinen Platz in solchen Tagen. Das Internet. Denn das hält mich ab davon, all die anderen Dinge zu tun. Nun ist es eben so, dass es ohne Internet auch meinen Blog nicht gäbe. Ihr seht, worauf ich hinaus will, oder?

Nun, ich sag es jetzt einfach: Nein, ich hab euch nicht vergessen, und ich würde euch furchtbar gerne all die Geschichten erzählen, die so passiert sind in den letzten Wochen. Aber, in den letzten Wochen war es einfach unfassbar schwer darüber zu schreiben. Weil ich einfach eben oft andere Dinge lieber getan habe. Deshalb habe ich da so eine Idee… wie wäre es, wenn wir uns alle mal treffen würden. Auf einen Kaffee oder so. Und nein, keine Angst, dafür müsst ihr jetzt nicht alle nach Berlin kommen. Aber was haltet ihr von der Idee, uns quasi mal Angesicht zu Angesicht zu treffen. Live. Und in Farbe. Und ihr könnt Fragen stellen und ich erzähle einfach mal so. Das wäre machbar, mit Google Hangout zum Beispiel. Ich hab noch nicht so den Plan wie das funktioniert, aber das müsste gehen, dass wir uns da mal treffen und miteinander klönen. So ne Stunde oder so. Und dann wieder zurück ins echte Leben.

Wäre das was? Hättet ihr da Bock drauf? Ich glaube, ich hätte da mega Bock drauf, wenn es euch genauso geht, dann schreit jetzt hier ganz laut JA und dann machen wir das bald mal, an einem Sonntag vielleicht, wenn das Wetter nicht so gut ist. Ja? JA? (Da wir ja hier im Internet sind und ich euch nicht hören kann, könnt ihr auch einfach n Kommentar hinterlassen, dann weiß ich Bescheid… und vielleicht habt ihr ja auch schon ein paar Fragen oder Themen, über die ihr gerne redet würdet, dann schreibt das alles in die Kommentare!) Ich freu mich drauf!

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Gewinne eine Traumreise nach Quito, Ecuador – #LoveQuito http://www.justtravelous.com/2014/09/gewinnspiel-reise-quito-ecuador/ http://www.justtravelous.com/2014/09/gewinnspiel-reise-quito-ecuador/#comments Tue, 09 Sep 2014 20:00:30 +0000 http://www.justtravelous.com/?p=8653 Südamerika ist für mich ja noch ein weißes Blatt. Komplett. Wie sieht das bei euch aus? Wart ihr schon mal in Südamerika? Oder wolltet ihr schon immer mal hin? Jetzt habt ihr die Chance eine Reise nach Quito und Ecuador zu gewinnen! Ich weiß ja, dass ihr Städtereisen toll findet, dass ihr gerne auch mal alleine reist und ich weiß auch, dass in vielen von euch ein kleiner Abenteurer steckt, daher habe ich zusammen mit Quito Turismo, LATAM Airlines und […]

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Südamerika ist für mich ja noch ein weißes Blatt. Komplett. Wie sieht das bei euch aus? Wart ihr schon mal in Südamerika? Oder wolltet ihr schon immer mal hin? Jetzt habt ihr die Chance eine Reise nach Quito und Ecuador zu gewinnen!

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Ich weiß ja, dass ihr Städtereisen toll findet, dass ihr gerne auch mal alleine reist und ich weiß auch, dass in vielen von euch ein kleiner Abenteurer steckt, daher habe ich zusammen mit Quito Turismo, LATAM Airlines und Only-apartments eine tolle Reise zusammengestellt, die genau diese Bedürfnisse abdeckt.

Quito (26)

Was könnt ihr gewinnen?

– Einen Flug mit LATAM Airlines von Frankfurt nach Quito und zurück. Der Reisezeitraum liegt zwischen Januar und Dezember 2015 und wenn ihr wollt könnt ihr bis zu vier Wochen in Ecuador bleiben.

– Vier Übernachtungen in Quito in einem Apartment von Only-apartments. Ideal um erstmal anzukommen, die Stadt zu entdecken und euch heimisch zu fühlen.

– Danach könnt ihr auf eigene Faust losziehen, vielleicht wollt ihr ja noch länger in Quito bleiben, vielleicht reizt euch ja auch das Abenteuer und ihr wollt noch mehr von dem Andenstaat sehen – das ist alles euch überlassen. Bis zu vier Wochen habt ihr Zeit, bevor es wieder zurück nach Deutschland geht.

Wie ihr seht, ist es also eine Reise ganz nach meinem Geschmack. Erstmal entspannt über den großen Teich fliegen, dann ein paar Tage Quito entdecken und dann einfach immer der Nase nach.

Los Andes (3)

Wie könnt ihr gewinnen?

Um mitzumachen könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen, wir suchen die bildliche Antwort auf die Frage: „Warum ich mit LATAM Airlines und Only-apartments nach Quito reisen möchte“.

Vielleicht seht ihr einfach so urlaubsreif aus, vielleicht habt ihr schon eine Idee, was ihr gerne in Quito oder Ecuador machen würdet, vielleicht wollt ihr euer spanisch auffrischen oder ihr zeigt uns, welches traditionelle Gericht ihr gerne mal essen würdet. Zeigt uns in welchem Outfit ihr reisen würdet, wie ihr euch auf den Langstreckenflug vorbereitet, wie ihr euch das Apartment in Quito vorstellt. Zeigt uns, was euch als erstes in den Sinn kam, als ihr von diesem Gewinnspiel gehört habt. Wie ihr seht, sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Ladet das Foto bei Instagram hoch und taggt es mit dem Hashtag #LoveQuito. Falls ihr keinen Instagram Account habt könnt ihr trotzdem mitmachen und einfach ein Foto auf meiner Facebook Seite oder auf den Seiten von Quito Turismo, LATAM Airlines oder Only-apartments hochladen.

Das Gewinnspiel endet am 8. Oktober, dann küren Quito Turismo und ich den glücklichen Gewinner. Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Hinweis: Dieses Gewinnspiel wird euch präsentiert in Zusammenarbeit mit Quito Turismo, LATAM Airlines und Only-apartments.

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Video: Malta ist… http://www.justtravelous.com/2014/08/video-malta/ http://www.justtravelous.com/2014/08/video-malta/#comments Sun, 24 Aug 2014 00:47:58 +0000 http://www.justtravelous.com/?p=8643 Fünf Tage reichen eigentlich nicht aus, um wirklich alle Seiten von Malta zu entdecken, vor allem, wenn man, wie ich, an zweien davon, krank im Bett liegt (OHJA, Innenohrentzündung! Übel, sag ich euch!). Aber ich hab mein Bestes gegeben um für euch so viele Facetten von Malta zu entdecken, wie möglich. Dazu gehören nicht nur die Balkone von Malta oder die Games of Thrones Drehschauplätze auf Malta, sondern auch pitoreske Fischerdörfer, verwinkelte Gassen, freundliche Menschen, eine bezaubernde Landschaft und natürlich: […]

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Fünf Tage reichen eigentlich nicht aus, um wirklich alle Seiten von Malta zu entdecken, vor allem, wenn man, wie ich, an zweien davon, krank im Bett liegt (OHJA, Innenohrentzündung! Übel, sag ich euch!). Aber ich hab mein Bestes gegeben um für euch so viele Facetten von Malta zu entdecken, wie möglich. Dazu gehören nicht nur die Balkone von Malta oder die Games of Thrones Drehschauplätze auf Malta, sondern auch pitoreske Fischerdörfer, verwinkelte Gassen, freundliche Menschen, eine bezaubernde Landschaft und natürlich: leckeres Essen. Das alles gibt es für euch heute in 1:25min als Video.

Wenn ihr noch mehr über Malta wissen wollt, dann empfehle ich euch mal bei Anja vorbeizuschauen, die u.a. über Tauchen auf Gozo geschrieben hat, oder bei Alex, der euch seine persönlichen Highlights auf Malta vorstellt. Rachelle erklärt euch, was es mit den drei Städten Maltas auf sich hat, bei Ciki findet ihr fünf tolle Möglichkeiten Malta zu entdecken und Viktoria erlärt euch, was ihr auf Gozo nicht verpassen dürft. Mehr Artikel über Malta findet ihr auch hier. Und ab dem 15. September solltet ihr eure Augen auch wieder für den Hashtag #Maltaismore aufhalten, denn dann beginnt die zweite Runde von Blogisland auf Malta.

Hinweis: This post was brought to you by the Blog Island Malta campaign, created and managed by iambassador in partnership with the Malta Tourism Authority and the support of Air Malta.

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Schottland. Oder: Wie man die Stille in sich selbst findet http://www.justtravelous.com/2014/08/schottland-oder-wie-man-die-stille-in-sich-selbst-findet/ http://www.justtravelous.com/2014/08/schottland-oder-wie-man-die-stille-in-sich-selbst-findet/#comments Mon, 18 Aug 2014 11:51:50 +0000 http://www.justtravelous.com/?p=8624 Ich wusste schon immer, dass ich mal nach Schottland will und auch, dass es mir da mit Sicherheit gefallen wird, aber das, was Schottland dann tatsächlich in mir ausgelöst hat, auf das war ich nicht gefasst. Es fing am Abend des zweiten Tages an. Ich saß am Ufer von Loch Linnhe und die langsam untergehende Sonne tauchte alles in ein sanftes, fast schon magisches Licht. Und auf einmal hatte ich einen dicken fetten Klos im Hals. Ich versuchte ein paar […]

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Ich wusste schon immer, dass ich mal nach Schottland will und auch, dass es mir da mit Sicherheit gefallen wird, aber das, was Schottland dann tatsächlich in mir ausgelöst hat, auf das war ich nicht gefasst.

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Es fing am Abend des zweiten Tages an. Ich saß am Ufer von Loch Linnhe und die langsam untergehende Sonne tauchte alles in ein sanftes, fast schon magisches Licht. Und auf einmal hatte ich einen dicken fetten Klos im Hals. Ich versuchte ein paar Mal zu schlucken und mir einzureden, dass ich doch schon an vielen schönen Orten auf dieser Welt war, aber irgendwann konnte ich die Tränen nicht mehr zurückhalten. Und da saß ich nun, alleine in dem Restaurant zu dem ich erstmal zwanzig Minuten durch den Wald und am Ufer entlang laufen musste, und heulte wie ein kleines Kind, weil mich die Schönheit der Landschaft einfach überwältigt hatte. Und ich konnte es selbst nicht fassen. Aber das war erst der Anfang.

Auf dem Rückweg zu meinem B&B ging die Sonne dann wirklich langsam unter und ich kraxelte einen steinigen Weg hinunter zum Ufer, setzte mich hin und ließ ein paar dicke Krokodilstränen ins Wasser plumpsen. Einfach, weil es mich so unfassbar glücklich machte. Ich war nicht traurig. Es war nur einfach so unfassbar schrecklich schön, dass mein Herz überquoll und ich einfach nicht anders konnte. Und das hat sich gut anfühlt. Richtig irgendwie.

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Am nächsten Morgen stieg ich ganz früh in meinen Mietwagen und fuhr weiter, ich hatte ein grobes Ziel, aber eigentlich wollte ich einfach nur fahren und alleine sein. Wenn Autos vor mir waren, dann hielt ich an und wartete eine Weile. Wenn Autos hinter mir fuhren, dann hielt ich an und wartete eine Weile. Immer dasselbe Spiel. Einfach weil ich das Gefühl haben wollte, ganz alleine zu sein. Ich wollte Schottland für mich ganz alleine haben und ja, ich spielte mit dem Gedanken, was wohl wäre, wenn, puff, auf einmal alle Menschen auf dieser Welt verschwinden würden.

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Ich hätte es toll gefunden.

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Versteht mich nicht falsch, es gibt unzählige Menschen auf dieser Welt, die mir sehr viel bedeuten und die ich ganz sicher vermissen würde. Aber manchmal, manchmal da muss man einfach mit sich selbst allein sein. Zur Ruhe kommen, seinen Gedanken freien Lauf lassen und mit sich selbst im Reinen sein. Und manchmal, manchmal geht das eben nur, wenn keine anderen Menschen da sind. Wenn man mal wirklich Zeit hat mit sich selbst zu reden, sich selbst zuzuhören und die ganze Hektik und den Stress Schritt für Schritt loslassen. Und einfach nur da sein. Sich selbst sein. Eins mit der Natur.

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Und das hatte ich schon lange nicht mehr. Aber Schottland hat in mir drinnen einen kleinen, im Alltag nicht sichtbaren, Knopf gedrückt und ich konnte tagelang mit dem Weinen vor lauter Glück nicht mehr aufhören. Und manchmal, manchmal muss das einfach so sein. Damit die innere Stimme mal zur Ruhe kommt. Meine innere Stimme ist im Alltag nämlich sehr laut und will andauernd etwas von mir wissen und über Dinge mit mir reden.

Aber wenn man irgendwo an einem Abhang steht, der Wind durch das Haar streift und der Blick über das Land. Wenn man einfach mal ganz laut schreien kann, oder auch ganz leise flüstern. Wenn man an jeder Ecke einen noch schöneren Ausblick findet und man einfach nur Schönes sieht und nichts anderes mehr wichtig ist. Wenn die Natur einem mal wieder zeigt, wie schön sie doch ist. Dann fehlen auf einmal der inneren Stimme die Worte und sie schweigt zufrieden und genießt.

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Und falls ihr euch fragt, ja, wenn dieser Artikel auf Papier mit Tinte geschrieben worden wäre, dann wäre die Schrift an der ein oder anderen Stelle durch dicke fette Tränentropfen nicht mehr lesbar. Denn selbst die Erinnerung an Schottland überwältigt mich immer wieder. Und ja, der Soundtrack von Braveheart tut sein Übriges dazu.

Hinweis: Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation des Reiseblogger Kollektivs mit Visit Britain.

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Nach Paris… der Million wegen… http://www.justtravelous.com/2014/08/vier-tage-in-paris/ http://www.justtravelous.com/2014/08/vier-tage-in-paris/#comments Sun, 17 Aug 2014 16:22:24 +0000 http://www.justtravelous.com/?p=8583 “Sammeln sie Herzen?” Im Supermarkt lächle ich dann immer etwas verschämt und antworte kleinlaut mit “Nein”. Doch stellt euch vor, es kommt jemand um die Ecke und sagt: “Hättest du gerne eine Million Herzen?”. Dann sähe die Antwort doch gleich anders aus, oder? Genau das ist mir passiert. Also quasi. Die netten Menschen vom IHG Rewards Club haben mir eine Million Punkte geschenkt, mit der Bedingung, die für eine tolle Reise auszugeben. Mein Herz hat ein bisschen geflackert muss ich […]

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“Sammeln sie Herzen?” Im Supermarkt lächle ich dann immer etwas verschämt und antworte kleinlaut mit “Nein”. Doch stellt euch vor, es kommt jemand um die Ecke und sagt: “Hättest du gerne eine Million Herzen?”. Dann sähe die Antwort doch gleich anders aus, oder? Genau das ist mir passiert. Also quasi. Die netten Menschen vom IHG Rewards Club haben mir eine Million Punkte geschenkt, mit der Bedingung, die für eine tolle Reise auszugeben. Mein Herz hat ein bisschen geflackert muss ich zugeben. EINE MILLION. Und sofort war da noch ein anderes Wort in meinem Kopf… PARIS! Ich war schon zweimal davor in Paris, einmal mit 18 (was quasi eine Million Jahre her ist) und einmal vor sechs Jahren für ein paar Stunden auf der Durchreise an die Atlantikküste Frankreichs mit meiner Schwester. Paris hatte schon immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Und ich wusste, da will ich hin! Und zwar nicht alleine, sondern zusammen mit einem meiner Lieblingsmenschen auf dieser Welt: meiner Freundin Martina, die nämlich noch nie in Paris war. Und deshalb ging es für uns nach Paris, nicht der Liebe, sondern der Million wegen. Und nun klickt auf Play, lehnt euch zurück und lasst euch von mir nach Paris entführen…

Meine Lieblingsmomente von vier Tagen in Paris

Es gab viele Momente in Paris, die mein Herz einen kleinen Satz machen ließen, mich kurz den Atem anhalten ließen und in denen ich mich immer mehr in Paris verliebt habe.

Den Tag ausklingen lassen in einem Café am Canal St Martin

Auch wenn Paris im August wirklich eine Herausforderung ist (die Stadt ist unfassbar überlaufen mit Touristen), haben wir immer wieder Plätze gefunden, die wir ganz für uns hatten (also mal unabhängig von den Parisern) und an denen wir so tun konnten, als seien wir Französinnen. Und ich hab mich wie ein kleines Kind gefreut, wenn ich mit den paar Brocken Schulfranzösisch, an die ich mich noch erinnern kann, bestellen konnte und sogar die Rechnung ordern. Über das Café Bonne Biere sind wir gestolpert als wir den Canal St Martin einmal komplett entlang gelaufen sind. Wenn ihr an der Metro Station “Jaurès” aussteigt und dann am Kanal entlang geht bis zum Ende (was, wenn ihr langsam geht circa 30 Minuten dauert), dann kommt ihr da an eine Kreuzung und dort findet ihr das Bonne Biere. Wir haben da übrigens weder Bier noch Wein getrunken… wir hatten irgendwie sehr große Lust auf Cidre!

Martina und ich 2

Die Erdnussverkäufer von Sacré-Cœur

Als wir aus Sacré-Cœur rauskamen (durch die man irgendwie mehr geschoben wird, als dass man andächtig durchgehen kann) wurden wir vom Regen überrascht. Doch wir dachten uns, auch das gehört zu Paris dazu und wagten uns mutig nach draußen. Das ging genau drei Schritte gut, bis es so stark zu regnen anfing, dass wir Unterschlupf bei zwei Erdnussverkäufern suchen mussten, die ihren Stand genau neben Sacré-Cœur haben. Die waren super lustig und wir unterhielten uns eine Weile, bis der eine von beiden plötzlich anfing zu singen… dass ich Yvonne heiße, also einen französischen Namen habe, fanden die beiden super! Dass sie für mich singen, fand ich wiederum super!

 

Die alten Frauen von Paris

In vielen Cafés und Restaurants haben wir alte Frauen gesehen, die ganz alleine da saßen. Ihren Kaffee tranken oder ihr Essen genossen, oft extrem schick oder zumindest adrett aussahen und die mein Herz immer zum Überquellen gebracht haben. Am liebsten wäre ich immer hin und hätte mich stundenlang mit ihnen unterhalten, dafür ist mein Schulfranzösisch allerdings doch zu schlecht. Diese Frau haben wir in einem Café in der Rue des Martyr gesehen, sie saß einfach da, schaute den anderen Gästen zu und lächelte immer wieder still in sich hinein und manchmal, wie hier im Bild, sah man ihr an, dass ihre Gedanken ganz weit weg waren.

alte dame paris

Taxi fahren in Paris

Paris ist extrem teuer, teilweise zahlt man für einen einfachen Kaffee bis zu NEUN EURO. Aber eins ist in Paris im Vergleich echt günstig: Metro und Taxi fahren. Wenn man eine Zehnerkarte für die Metro kauft, dann kostet eine Fahrt umgerechnet gerade mal 1,30€ und für eine Strecke von circa 4-5 Kilometern zahlt man im Taxi gerade mal 8-9€. Und da wir uns teilweise einfach verlaufen hatten und manchmal auch einfach zu faul für die Metro waren, sind wir desöfteren Taxi gefahren. Und alle Taxifahrer, die wir getroffen haben, waren extrem nett und haben uns teilweise sogar einiges über Paris erzählt. Definitiv eine nette Alternative zur Stadtführung mit eigenem Guide. (Wenn man das Glück hat an einen gesprächigen Taxifahrer zu geraten).

ich im taxi in paris taxi paris

Die anderen Touristen am Louvre beobachten

Wir hatten keine Lust ewig in der Warteschlange zu stehen, aber den Louvre von außen wollten wir uns nicht entgehen lassen. Wir hatten immens viel Spaß dabei uns dahin zu setzen und den anderen Touristen dabei zuzusehen, wie sie sich für ihre ultimativen Erinnerungsfotos verrenkt haben. Und nein, es ist NICHT kreativ die Pyramide des Louvres im Foto mit den Fingerspitzen zu fassen.

le louvre paris touristen le louvre paris

Der Eiffelturm

Ganz klar gehört natürlich auch der Eiffelturm zu jedem Parisbesuch. Wie nah man sich traut muss jeder aber selber wissen, den desto näher, desto mehr Touristen natürlich. Ich konnte es mir auch nicht verkneifen die typische Touripose nachzumachen.

eiffelturm selfie

Das InterContinental Paris Le Grand Hotel

Dank der einen Million Punkte von IHG konnte ich uns einen kleinen Traum erfüllen: einmal im Leben im InterContinental Paris Le Grand einchecken. Und ja, es ist genauso, wie man es sich vorstellt. Man kommt sich vor wie im Film. Besonders, wenn man wie wir das Glück hat und ein Zimmer mit Blick auf die Oper bekommt.

InterContinental Paris Le Grand Hotel bei Nacht

Damals, 1862, als es eröffnet wurde, war es bekannt als das beste Hotel der Welt, allein schon aus dem Grund, dass es in vielen Zimmern eigene Badezimmer gab und dass es Aufzüge hatte, mit denen man hoch UND runter fahren konnte. (Lasst euch das nochmal kurz durch den Kopf gehen!) Viele berühmte Persönlichkeiten des 19. und 20. Jahrhunderts gingen hier ein und aus. Im hoteleigenen Café de la Paix sah man oft Berühmtheiten wie Mata Hari, Oscar Wilde, Sir Arthur Conan Doyle oder Marlene Dietrich.

cafe de la paix

Auch Sarah Bernhardt, eine der bekanntesten Schauspielerinnen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, war ein oft gesehener Gast im Hotel. Ihr Portrait, gemalt von Georges Clairins, ziert die Lobby neben den Aufzügen. Ein Bild, das mich unheimlich fasziniert hat und in mir (mal wieder) den stillen Wunsch geweckt hat, endlich Zeitreisen machen zu können.

InterContinental Paris Le Grand Hotel

Wenn ihr jetzt aber denkt, man müsste im echten Leben Millionär sein, um sich auch nur eine Nacht hier leisten zu können, dann liegt ihr falsch! Ein Zimmer bekommt man hier ab €310 für zwei Personen. Und das kann man sich schon mal gönnen, es ist ja auch kein 08/15 Hotel!

Die beste Aussicht auf Paris?

Ich bin ja immer noch der Ansicht, dass man von den Stufen vor Sacré-Cœur aus den besten Blick über die Stadt beim Sonnenuntergang hat, da ich dort aber vor zich Jahren diesen einen magischen Moment erlebt habe und ich deshalb wohl nie wieder zum Sonnenuntergang dahin gehen werde, um die Erinnerung nicht kaputt zu machen, brauchten wir eine Alternative. Wir haben uns für den Tour de Montparnasse entschieden und sind erstmal kurz erschrocken, als wir die Eintrittspreise gesehen haben! Rund 15€ pro Person um mit dem Aufzug nach oben zu fahren! Na gut. Oben angekommen sind wir dann nochmal erschrocken, weil die Laustärke, die manche Touristen an den Tag legen, einen manchmal echt umhauen kann. Aber umhauen, das tut einen auch die Aussicht von da oben, das muss man dem Tour de Montparnasse schon lassen.

Paris at dusk

Sich einmal wie eine Millionärin fühlen

Kommen wir nochmal auf die Fakten zurück. Hab ich die ganzen eine Million Punkte für Paris verbraten? Nein. Ich hab davon zwei Flüge für Martina und mich von Berlin nach Paris gebucht, das hat mich 202.000 Punkte gekostet. Pro Nacht im InterContinental Paris Le Grand gingen 50.000 drauf. Und für den Rest hab ich uns zwei Süßen noch so einige Geschenke aus dem Markenartikel-Shop des IHG Rewards Club ausgesucht. Unter anderem eine GoPro, die leider nicht mehr rechtzeitig vor Paris ankam, die aber beim Burning Man Festival dafür ausgiebig zum Einsatz kommen wird. Und ein paar Punkte hab ich auch aufgehoben, quasi als Grundstock, denn natürlich hab ich jetzt auch eine Member Card und werde ab sofort fleißig Punkte sammeln. Immerhin ist der IHG Rewards Club das erste und größte Hoteltreueprogramm weltweit mit über 80 Millionen Mitgliedern und man kann in allen der 4.700 IHG Hotels weltweit Punkte sammeln (dazu gehören nicht nur die InterContinental Hotels sondern auch zum Beispiel Holiday Inn oder Hotel Indigo). Zudem bekomme ich als Mitglied nun in allen IHG Hotels weltweit kostenlos Internet. Und das finde ich ja schon knorke. Und vielleicht fange ich demnächst auch mal an Herzen zu sammeln, irgendwie lohnt es sich ja schon immer.

Hinweis: Dieser Artikel wird euch präsentiert in Kooperation mit dem IHG Rewards Club. Ich bin nicht die einzige Bloggerin, mit der sie derzeit zusammenarbeiten, wenn euch interessiert, was die anderen so aus ihren eine Million Punkten gemacht haben, dann schaut mal hier vorbei.

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