408 PS unterm Hintern – Mit der neuen E-Klasse nach Sylt und zurück

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„Welches Auto haben wir denn?“ Mein Mitfahrer Björn sagt irgendwas in einer Sprache, die ich nicht verstehe. „Ich meine: welche Farbe?“. So, Klischee innerhalb der ersten 5 Minuten erfüllt. Ab sofort werden sie mich alle ernst nehmen. Ha. Ich stehe in Hamburg inmitten einer Horde Autoblogger und Autojournalisten, alle eingeladen von Mercedes-Benz zur Fahrvorstellung des neuen E-Klasse Cabriolet und Coupé. Ich so: „in rosa gibt es das nicht?“ um den anderen klar zu machen, dass ich nur Spass gemacht hab. Sie lachen. Nur leider hab ich wirklich keine Ahnung von Autos. Ich hab schon mal selbst (!) eine Autobatterie gewechselt! Und ich kann die großen Automarken voneinander unterscheiden. Aber sonst. Sonst hab ich kein Plan.

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Aber ich steh auf Autos. Auf hübsche Autos, auf sexy Autos, auf Autos, in denen ich gut aussehe. Abgesehen davon liebe ich meinen Paul über alles. Paul ist ein uralter schwarzer VW Lupo (mit Faltdach!) und ich behaupte einfach mal er ist metrosexuell. Aber ich habe ihn betrogen. Und es hat sich gut angefühlt. Mit einem Mercedes. Sogar mit zwei. Einem E400 Cabriolet und einem E500 Coupé. Das weiß ich allerdings auch nur, weil mir das mein Mitfahrer gesagt hat. Für mich waren das zwei sehr sexy blaue Autos. Und eines davon hatte auf jeden Fall 408 PS, das hat er mir auch gesagt. Das konnte ich mir merken.

mercedes eklasse

Ganz ehrlich: ich weiß nicht, wieviel PS Paul hat. Er hat mich bis jetzt immer brav von A nach B gebracht. Mit Rückenwind und Berg runter komme ich auch schonmal auf 160kmh. Und er hat mich Tatsache einmal vier Wochen meinen Führerschein gekostet, weil ich zu schnell war, ja, mit einem LUPO. Aber das Gefühl, das mir mein „Neuer“ verschafft hat, das hat Paul noch nie geschafft. Beschreiben kann man das Gefühl ungefähr so: ALTER! IST DAS GEIL! Und als ich so mit 240kmh über die Autobahn gebrettert bin, wusste ich, warum mich immer alle so böse anschauen, wenn ich mit meinem Paul die linke Spur verstopfe. (Aber ich WILL AUCH NICHT HINTER DEN LKWs rumdümpeln!)

Aber auch in dem Mercedes hab ich böse Blicke bekommen, weil wahrscheinlich alle dachten: Was will so ne Uschi am Steuer von so nem Auto? Kann ich verstehen, ganz ehrlich: fand ich sogar gut. Ha. Die müssen ja nicht wissen, dass ich mir von Björn erklären lassen musste, wie ich dieses Auto (Alter ist das alles technisch auf einmal) bedienen muss. Ja, ich musste auch fragen, wie ich es ausstelle. Die müssen auch nicht wissen, dass ich bei allen technischen Gesprächen die Ohren auf „IchverstehdieseSpracheehnicht“ gestellt habe. Und die müssen auch gar nicht wissen, dass ich mich nicht getraut habe, schneller als 240kmh zu fahren.

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Irgendwann mal sind wir dann auf Sylt. Da wo ich ja unbedingt mal hinwollte. Warum? Weil ich Sansibar mit Sansibar vergleichen wollte. Eigentlich vor allem den Sonnenuntergang. Der war aber auf Sansibar (das jetzt auf Sylt) irgendwie so gar nicht vorhanden (lag aber am Wetter). Schön ist es da aber auch. Und ganz ehrlich: der Sand ist fast genauso fein und weiß. Und das Essen in der Sansibar war extrem lecker. Auf Sansibar (das Echte) war das Essen eher so ok.

Am nächsten Morgen ging es per Autofähre nach Dänemark und dann wieder zurück nach Hamburg. Und während ich die ganze Zeit entzückt „Schau mal, da drüben, wie schön!“ gesagt hab, hat Björn versucht mir das Auto zu erklären. Er hat es gut gemeint, außer der PS-Zahl ist nichts hängen geblieben. Er hat an ganz vielen Knöpfen gedrückt und mir versucht damit zu zeigen, was zum Beispiel anders ist, wenn man im Sport-Modus fährt. Ich hatte einfach noch nie so viel PS unterm Hintern und wollte einfach nur Gas geben. Und Musik hören. Das fand ich toll: per Bluetooth konnte ich mein iPhone mit dem Bordcomputer verbinden. Bei Paul brauch ich dafür noch ein Kabel. Und zack: was haben wir gehört als wir in Sylt ankamen und dann nochmal am nächsten Morgen in Dänemark? Natürlich: Westerland von den Ärzten. Was sonst?

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Viel zu schnell waren wir dann wieder in Hamburg und bevor ich noch einmal „Tschüss, du sexy Biest“ sagen konnte, war der Schlitten auch schon weg. Das muss wiederholt werden! (Auch wenn ich das Paul erstmal erklären muss, dass wir von nun an eine offene Beziehung führen)

Ihr interessiert euch für die technischen Details und das Fachwissen? Dann schaut mal hier vorbei:

Ausfahrt.TV

rad-ab.com

Mein-Auto-Blog.de

Mercedes-Benz passion Blog

Hinweis: Mercedes-Benz hat mich auf diese Testfahrt eingeladen.

Hi, ich bin Yvonne. Reisesüchtig. Schuldig im Sinne der Anklage. Sehr wahrscheinlich falle ich gerade irgendwo von einem Kamel, werde von einer Kobra angespuckt oder schleppe mein Gepäck durch einen Fluß im Dschungel. Es könnte allerdings auch gut sein, dass ich gerade im Schlafanzug auf meinem Sofa in Berlin sitze. Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen überall hin. Überall hört sich irgendwie viel spannender an. Seid travelous und folgt mir!

Discussion9 Kommentare

  1. Farbe, also Farbe ist wirklich wichtig. Ich kann mich zum Beispiel nicht mit einem Wagen anfreunden, der silberfarben ist. Noch schlimmer ist da eigentlich nur LILA-SILBER.

    Die Fahrt nach Sylt klingt toll! Ihr ward in Dänemark mit der Fähre? Cool!
    Kann man „Car“ eigentlich lernen?

  2. Pingback: #smooth, #offen, #stilsicher – das neue 2013 Mercedes-Benz E400 Cabriolet (A207) › "Auto .. geil"

  3. Pingback: Meer. Salzgeschmack. Und das neue E-Klasse Cabriolet › Mein Auto Blog

  4. Pingback: Mercedes-Benz E500 Coupé › Mein Auto Blog

  5. Wow, das zweite Bild mit der E-Klasse neben der Hütte und Blick aufs Meer könnte so auch in nem Hochglanz-Magazin abgedruckt werden 🙂 Klasse Bericht, bin etwas neidisch. Vor allem dann noch auf Sylt.

    LG
    Markus

  6. Echt geil! Die E-Klasse ist ein absoluter Spitzenaut. Für diesen Abstecher beneide ich dich zugegebenermaßen ein kleines bisschen, aber natürlich gönne ich es dir auch von ganzem Herzen. Und ich bin mir sicher, dein kleiner Paul wird dir am Ende auch vergeben!

  7. Sehr guter Beitrag, meiner Meinung nach ist Mercedes momentan so oder so dabei, sich unter den deutschen Premium – Autoherstellern hervor zu tun.

    Liebe Grüße

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