Vier Tage in Paris: Die perfekte Reiseroute für Erstbesucher

Paris war schon immer eine meiner absoluten Lieblingsstädte. Wer zum ersten Mal hinreist, kann von der schieren Menge an Sehenswürdigkeiten schnell überwältigt sein. So würde ich vier Tage in Paris angehen — genug Zeit für die Klassiker, ohne sich komplett zu verausgaben.

Passt die Route gerne an euren eigenen Reisestil an. So oder so werdet ihr eine unvergessliche erste Reise nach Paris haben.

Der perfekte Kurztrip ab Amsterdam

Wer von Amsterdam aus anreist, für den ist Paris ein wirklich guter Ausflug für ein langes Wochenende — kein Flug nötig. Der direkte Eurostar-Zug (früher Thalys) fährt von Zentrum zu Zentrum, von Amsterdam Centraal direkt nach Paris Gare du Nord, in etwa 3 Stunden 20 Minuten, mehrmals täglich. Tickets gibt es bei früher Buchung schon ab 35-40€ pro Strecke, und man spart sich die Zeit am Flughafen und die Sicherheitskontrolle komplett — einfach am Centraal einsteigen und losfahren.

Damit lässt sich diese 4-Tage-Route super mit einer längeren Europareise verbinden, oder auch als eigenständiger Wochenendtrip planen. Wer auch in Amsterdam selbst das Beste rausholen möchte, dem empfehle ich unsere 3-Tage-Amsterdam-Reiseroute.

Tag 1: Die klassischen Wahrzeichen

Am ersten Tag in Paris will man einfach alles sehen! Tag 1 deckt viele der wichtigsten Attraktionen der Stadt der Lichter ab und bedeutet auch den meisten Fußweg der ganzen Reise, knapp 7 km insgesamt. Also ruhig öfter mal eine Pause einlegen (Cafés gibt es überall) oder für längere Strecken die Öffis nutzen.

Seine-Flusskreuzfahrt

Der beste Start in Paris ist eine Seine-Bootstour. Erstaunlich viele der bekanntesten Pariser Sehenswürdigkeiten liegen direkt am Fluss — man sieht den Eiffelturm, fährt unter der reich verzierten Pont Alexandre III hindurch und bewundert die gotische Architektur von Notre Dame, während man um die Inseln in der Seine herumfährt.

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Eiffelturm

Kein Parisbesuch ohne den Eiffelturm. Für die besten Aussichten geht’s zum Jardin du Trocadéro auf der anderen Seineseite. Danach über den Fluss und den Turm aus der Nähe bewundern. Wie nah man sich traut, muss jeder selbst wissen — je näher, desto mehr Touristen natürlich. Ich konnte es mir jedenfalls nicht verkneifen, die typische Touri-Pose fürs Erinnerungsfoto nachzumachen.

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Rue Cler

Auf halbem Weg zwischen Eiffelturm und Hôtel des Invalides liegt die Rue Cler, eine der besten Marktstraßen von Paris und ein tolles Viertel für eine Pause — mit bunten Cafés und Läden für Käse, frisches Obst, Gelato und mehr. Perfekt für eine Crêpe oder ein paar französische Gebäckstücke zwischendurch.

Hôtel des Invalides

Eines der eindrucksvollsten Gebäude in Paris, besonders an einem sonnigen Tag, wenn die vergoldete Kuppel glänzt. Hier findet man mehrere Militärmuseen und das Grab Napoleons. Tipp: Der Blick von der Rückseite (Süden) des Gebäudes ist der schönste.

Champs-Élysées

Weiter geht’s Richtung Norden zu den Champs-Élysées, am besten über die Pont Alexandre III — die schönste Brücke in Paris mit ihrem prunkvollen Dekor aus goldenen Statuen und Laternen. Die Champs-Élysées ist die berühmteste Straße von Paris, von der Place de la Concorde bis zum Arc de Triomphe, gesäumt von unzähligen Nobelläden. Bei Ladurée oder Pierre Hermé gibt’s die besten Macarons der Stadt.

Arc de Triomphe

Zum Abschluss des ersten Tages: der Arc de Triomphe, eines der bekanntesten Wahrzeichen von Paris, errichtet von Napoleon zur Feier französischer Militärsiege, heute auch Grab des unbekannten Soldaten. Von oben hat man einen tollen Blick auf den Eiffelturm — besonders schön abends, wenn der Turm zu funkeln beginnt.

Tag 2: Museen & Montmartre

Der zweite Tag dreht sich um eines der berühmtesten Museen der Stadt, bevor es abends nach Montmartre geht. Louvre und Musée d’Orsay sind beide grandios — sucht euch aus, was besser zu euch passt (beide an einem Tag zu schaffen ist quasi unmöglich). Tickets vorher online kaufen spart Zeit. Tag 2 hat weniger Fußweg durch die Stadt (nur 3-4 km), dafür läuft man sich im Museum selbst die Füße wund.

Louvre

Der Louvre ist das meistbesuchte Museum der Welt, mit fast 500.000 Kunstwerken in der Sammlung. Am besten vorher schon die „Must-See“-Werke rausschreiben und die Route danach planen, dann den Rest gemütlich erkunden. Und übrigens: Selbst wenn man keine Zeit für drinnen hat, lohnt es sich einfach mal davorzusitzen und die anderen Touristen bei ihren ultimativen Erinnerungsfotos an der Glaspyramide zu beobachten — sehr unterhaltsam.

Musée d’Orsay

Fans von Impressionismus sollten stattdessen zum Musée d’Orsay — die größte Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Kunst weltweit, in einem ehemaligen Bahnhof mit ikonischer Uhr untergebracht. Werke von van Gogh, Manet, Monet, Degas und Renoir.

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Jardin des Tuileries

Nach dem Museum eine Pause im Jardin des Tuileries, westlich vom Louvre und gegenüber vom Musée d’Orsay. Durch die schattigen Alleen bummeln oder einfach am Springbrunnen sitzen bleiben.

Montmartre

Eines der charaktervollsten Viertel von Paris, seit jeher Anziehungspunkt für Künstler wie Monet, Renoir und Toulouse-Lautrec. Montmartre liegt auf einem Hügel — durch die Kopfsteinpflastergassen hoch zur Sacré-Cœur ist ein kleines Workout (wer’s bequemer mag, nimmt die Standseilbahn). Unbedingt die „I Love You Wall“ im Square Jehan Rictus suchen — „Ich liebe dich“ in hunderten Sprachen, das eigene zu finden ist gar nicht so einfach.

Sacré-Cœur

Die beeindruckende Basilika thront oben auf dem Hügel von Montmartre — von hier hat man einen der schönsten Ausblicke über ganz Paris. Sofort erkennbar an der einzigartigen Architektur mit den drei Kuppeln und der strahlend weißen Fassade. Der Eintritt ist frei, aber Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Für die Krypta oder den Aufstieg in die Kuppel fällt eine Gebühr an.

Tag 3: Île de la Cité & Jardin du Luxembourg

Es lohnt sich, nicht jede Minute der Reise zu verplanen — man weiß nie, was einen unterwegs überrascht. Für den dritten Tag also ein paar weitere Highlights am Vormittag, und danach Zeit zur freien Verfügung. Vielleicht für ein kleineres Museum wie die Orangerie oder das Musée Rodin, einen Besuch der Pariser Katakomben oder des Friedhofs Père Lachaise. Foodies können eine Food-Tour oder einen Kochkurs machen, oder in den Galeries Lafayette shoppen gehen.

Notre-Dame

Notre-Dame wurde im Dezember 2024 nach dem Brand von 2019 wieder für die Öffentlichkeit geöffnet, und ist genauso beeindruckend wie zuvor — durch die Restaurierung wirken Steinmetzarbeit und Kirchenfenster für viele Besucher sogar heller als in Erinnerung. Die Kathedrale ist ein Paradebeispiel gotischer Architektur mit ihren markanten Strebebögen, den zwei Türmen und den Wasserspeiern.

Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos, aber man muss vorab ein Zeitfenster über die offizielle Seite (notredameparis.fr) oder App reservieren — das ist der einzige legitime Weg zu buchen. Wichtiger Hinweis: Es gibt keinen seriösen Drittanbieter, der Notre-Dame-Tickets verkauft — Vorsicht vor Betrug. Für den Turmaufstieg braucht man ein separates Ticket (rund 16€), am besten in der Hauptsaison vorab buchen.

Sainte-Chapelle

Die zweite wichtige Attraktion auf der Île de la Cité, oft übersehen: Sainte-Chapelle, nur 7 Gehminuten von Notre-Dame entfernt, berühmt für ihre prachtvollen Kirchenfenster. 15 Fenster, über die Hälfte des Glases original erhalten, 15 Meter hoch und mit über 1000 Bibelszenen. Bei Sonnenschein ein wahrer Anblick — also am besten die Wettervorhersage checken und den Besuchstag entsprechend planen.

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Jardin du Luxembourg

Einer der schönsten Gärten in Paris und die größte Grünfläche der Stadt — perfekt, um die Natur zu genießen, an Blumenbeeten und Statuen vorbeizuschlendern. Sucht nach dem hübschen Medici-Brunnen, und nach der kleinen Nachbildung von Bartholdis Freiheitsstatue. Für ein Picknick im Park einfach vorher Baguette, Käse und Macarons vom nächsten Markt besorgen — eines der einfachen Vergnügen in Paris.

Tag 4: Tagesausflug

Paris ist grandios, aber viele fantastische französische Ziele liegen nur eine kurze Zugfahrt entfernt. Für den vierten Tag also ein Tagesausflug — Versailles, Lyon oder Reims bieten sich an.

Schloss Versailles

Der Palast von Versailles ist mit der RER C in weniger als einer Stunde von Paris aus erreichbar. Atemberaubend — wie eine Zeitreise durch den Spiegelsaal und das Trianon. Auch die Gärten sind spektakulär, mit gepflegten Hecken, Statuen und tanzenden Fontänen.

Tipp: Der Garten ist kostenlos zu besichtigen, außer an den Tagen der Fontänen- und Musikshows. Für Palast und Nebengebäude braucht man immer ein Ticket — am besten vorab buchen!

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Tagesausflug nach Lyon

Lyon gilt als die kulinarische Hauptstadt Frankreichs — mit dem TGV nur 2 Stunden von Paris entfernt, definitiv einen Ausflug wert. Startet mit der Notre-Dame-Basilika auf dem Hügel für den Panoramablick über die Stadt, bummelt durch das historische Vieux Lyon mit seinen Kopfsteinpflastergassen, bunten Häusern und geheimen Durchgängen. Foodies dürfen die Les Halles de Lyon Paul Bocuse, Lyons Gourmet-Markt, nicht verpassen, oder ein deftiges Essen in einem traditionellen Lyonnaiser Bouchon genießen.

Fazit

Das Schwierigste bei der Planung der ersten Parisreise ist zu akzeptieren, dass man einfach nicht alles auf einmal sehen kann. Es gibt dafür einfach zu viel in Paris! Selbst nach mehreren Besuchen gibt es immer wieder Neues zu entdecken.

Wie man so schön sagt: „Paris ist immer eine gute Idee.“ Und jetzt wisst ihr, wie ihr die perfekten vier Tage für euren ersten Besuch gestaltet!

Bon Voyage!