Ein Roadtrip zu den Schlössern, Burgen und Klöstern in Baden-Württemberg

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Zwei Dinge, die man über mich wissen muss:

1. Ich bin stolze Schwäbin und Baden-Württemberg ist das schönste Bundesland überhaupt.

2. Ich wollte schon immer mal Prinzessin sein.

Und diese zwei Dinge konnte ich perfekt auf einem Roadtrip zu den Schlössern, Burgen und Klöstern in Baden-Württemberg verbinden und für euch hab ich jetzt die Route zum Nachreisen inklusive stilechte Übernachtungstipps für die Blaublütigen unter euch und für alle, die gerne mal etwas anderes erleben wollen. Für die ganze Tour, so wie ich sie gemacht habe, solltet ihr circa eine Woche einplanen, aber natürlich könnt ihr das auch abkürzen und/oder andere Stationen mit reinbringen. Es gibt da ja noch andere schöne Plätze, die man in Baden-Württemberg gesehen haben muss.

1. Tag: Kloster Maulbronn // Burg Hornberg

Maulbronn Kloster

Das Kloster Maulbronn ist seit 1993 ein UNESCO Weltkulturerbe und gilt als die am besten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen. Es ist wirklich eine beeindruckende Anlage, die heute unter anderem das Rathaus von Maulbronn, ein Gymnasium mit Internat und mehrere Restaurants beherbergt. Wenn ihr dort seid, solltet ihr auf jeden Fall in einem der Restaurants Maultaschen bestellen, der Legende nach wurden die nämlich in Maulbronn erfunden, als die Mönche in der Fastenzeit Fleisch geschenkt bekommen haben und das nicht verkommen lassen wollten und daher kurzerhand kleingehackt in Teigtaschen versteckt haben. Daher kommt auch der Name „Herrgottsbscheißerle“.

Übernachtet haben wir am ersten Tag auf der Burg Hornberg*, dort bekommt ihr wirklich das Gefühl ganz tief im Mittelalter gelandet zu sein.

Burg Hornberg Neckarzimmern

Bevor ihr euch in den mittelalterlichen Gemäuern zur Ruhe begebt solltet ihr auf jeden Fall auf Erkundungstour durch die Burg gehen. Als wir da waren, hatten wir die Burg komplett für uns alleine und sind überall rumgeklettert, wo man so rumklettern kann. Nur ins Verlies, da haben wir nur kurz von oben reingeschaut. Da liegt nämlich noch einer der Gefangenen. Quasi.

2. Tag: Heidelberger Schloss // Europäische Hof Heidelberg

Schloss Heidelberg

Von der relativ unbekannten Burg Hornberg geht es zum weltweit bekannten Heidelberger Schloss. Die wahrscheinlich bekannteste Schlossruine Deutschlands, wenn nicht sogar Europas, zumindest wenn man sich die Ströme an Touristen aus aller Welt ansieht. Im 17. Jahrhundert wurde die Burg mehrfach zerstört u.a. durch Soldaten Ludwigs XIV und französische Pioniere, es wurde zwar versucht die Burg wieder aufzubauen, aber im 18. Jahrhundert hat man es dann mehr oder weniger in diesem Zustand gelassen. Die mehrfach im Jahr stattfinde Schlossbeleuchtung inszeniert die Zerstörung mit einem großen Feuerwerk, das sogar schon Mark Twain in Staunen versetzt hat.

Heidelberg selbst ist auch sehenswert und daher empfehle ich euch zumindest eine Nacht zu bleiben. Wir kamen im Europäischen Hof Heidelberg* unter, ein Grandhotel, dass die Prinzen- und Prinzessinnenträume in der Nacht fast schon garantiert.

3. Tag: Schloss Weikersheim // Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe

Schloss Weikersheim Zimmer

Ich war von Schloss Weikersheim wirklich begeistert. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an den vielen verschiedenen barocken Räumen und Kunst und Dekor und hätte am liebsten alle Geheimgänge entdeckt. Und ich bin mir sicher, davon gibt es einige. Zudem hat mich die Parkanlage sehr an Versailles erinnert. Und das alles aber eben im schwäbischen Weikersheim. Wieder einmal hat mich Baden-Württemberg überrascht, dass es das Schloss Weikersheim überhaupt gibt, wusste ich vor dieser Reise überhaupt nicht. Herrlich wieder etwas Neues auch im eigenen Land zu entdecken.

Übernachtet haben wir im Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe*, das vor allem für Wellness- und Golfliebhaber eine echte Empfehlung ist. Ich fand vor allem das umgebaute alte Torhaus, in dem früher auch ein Pferdestall war, echt wunderschön.

Wald und Schlosshotel friedrichsruhe

4. Tag: Kloster Wiblingen // Schiefes Haus Ulm

Kloster Wiblingen Bibliothek

Auch der vierte Tag hatte einige Überraschungen in sich. Das Kloster Wiblingen hat mich echt in Erstaunen versetzt. Allein die Bibliothek ist wirklich wie aus einem Harry Potter Film, inklusive Geheimgang. Und ich liebe ja Bücher und im Kloster Wiblingen sieht man einfach mal jahrhundertealte Bücher ganz von Nahem. Ich war begeistert!

Kloster Wiblingen Bibliothek Buch von 1508

Vom Kloster Wiblingen ist es auch nur ein Katzensprung nach Ulm und dort haben wir in einem wirklich ungewöhnlichen Hotel übernachtet. Dem schiefen Haus von Ulm. Es ist wirklich ein fast schon merkwürdiges Gefühl über den schiefen Zimmerboden zu gehen, aus dem Fenster zu schauen und dort jede Menge Touristen zu sehen, die alle ein Foto machen wollen, weil es eben einfach fantastisch aussieht, wie irgendwie jede Wand schief zu sein scheint. Ihr müsst euch das echt mal in echt ansehen, auf den Fotos kann man das gar nicht richtig abbilden.

Schiefes Haus Ulm

5. Tag: Kloster Schussenried // Federsee // Landgasthof zur Linde

Ein neuer Tag, ein neues Kloster…

Kloster bad schussenried

Das Kloster Schussenried hat wie auch das Kloster Wiblingen eine wunderschöne Bibliothek, und das Museum, das einen Einblick hinter die Kostermauern gibt und wie es damals war, lohnt sich wirklich.

Wenn ihr schon in der Ecke seid, dann solltet ihr auch unbedingt einen Abstecher zum Federsee machen und dort einen Spaziergang über den Holzsteg machen. Der Federsee liegt in einem Moorgebiet und um ihn ranken sich viele Legenden, wie die um die Stadt im See, die vor Jahrhunderten aufgrund des gottlosen Daseins ihrer Einwohner im See versunken sein soll.

Federsee Yvonne Zagermann

Übernachtet haben wir in einem typisch schwäbischen Gasthof, dem Landgasthof zur Linde.

6. Tag: Kloster Alpirsbach

Kloster AlpirsbachDas Kloster Alpirsbach ist für viele Dinge bekannt, unter anderem für die „mittelalterlichen Graffiti“ aus dem 16. Jahrhundert, das man in den alten Schlafzellen findet. Das wurde nicht von irgendwelchen Künstlern hinterlassen, sondern zumeist waren das Kritzeleien von Klosterschülern, die sich ihr Schlafgemach dadurch verschönerten. Man fühlt sich wirklich in eine andere Zeit versetzt. Um alles zu entdecken und in Ruhe in sich aufzunehmen empfiehlt es sich einen ganzen Tag in Alpirsbach einzuplanen.

Alpirsbach

Um eure Lust auf eine Schlösser, Burgen und Klöster Tour durch Baden-Württemberg noch anzustacheln habe ich auch ein Video der ganzen Tour für euch, dadurch bekommt ihr nochmal einen ganz neuen Einblick:

Habt ihr schon einige der Schlösser, Burgen oder Klöster in Baden-Württemberg besucht? Was sind eure Tipps?

Falls ihr Lust habt noch mehr darüber zu lesen, dann klickt euch mal zu Susi von blackdotswhitespots.com durch, die war nämlich meine zuckersüße Reisebegleitung auf dieser Tour.

Hinweis: Dieser Artikel wird euch präsentiert in Zusammenarbeit mit Baden-Württemberg. Die mit einem * gekennzeichneten Links sind Affiliate Links, wenn ihr darüber bucht kostet es euch keinen Cent mehr, aber ich bekomme eine kleine Provision. 

Hi, ich bin Yvonne. Reisesüchtig. Schuldig im Sinne der Anklage. Sehr wahrscheinlich falle ich gerade irgendwo von einem Kamel, werde von einer Kobra angespuckt oder schleppe mein Gepäck durch einen Fluß im Dschungel. Es könnte allerdings auch gut sein, dass ich gerade im Schlafanzug auf meinem Sofa in Berlin sitze. Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen überall hin. Überall hört sich irgendwie viel spannender an. Seid travelous und folgt mir!

Discussion4 Kommentare

  1. Toller Beitrag mit traumhaften Bildern und coolem Video von unserem schönen Schwabenland 🙂 Einige Orte habe ich selbst schon besucht, andere waren mir gar nicht bekannt, obwohl sie nur einen Katzensprung entfernt sind 😀 Die Bibliothek des Klosters Wiblingen muss ich unbedingt sehen! Danke Dir für diesen Artikel.

  2. Ein sehr toller Beitrag, rum um BaWü. In Geislingen an der Steige hat es eine alte Burgruine von dort aus hat meine Aussicht übers fünf Täler Tal. Gleich in der nähe ist noch der Ödenturm, erinnert ein wenig an Rapunzel.

  3. Baden-Württemberg – ein schönes Fleckchen Erde 🙂

    War gerade selbst erst ein paar Tage da: Mummelsee, Triberg, Schiltach, Ulm, Tübingen und Baden-Baden….um festzustellen, dass ich vor gut 25 Jahren schon mit meiner Familie da war 🙂

    Damals war alles mehr oder weniger langweilig und doof. Heute war es faszinierend, erholend und ich bin immer wieder begeistert wie schön unsere Heimat ist.

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