9 Dinge, die ihr über Antigua und Barbuda wissen solltet
Antigua und Barbuda… wenn ihr euch jetzt fragt, wo das eigentlich liegt und was das eigentlich ist, dann könnt ihr euch entspannen – vor meiner Reise wusste ich auch quasi nichts über Antigua und Barbuda und musste erstmal googeln, wo das überhaupt liegt. Jetzt allerdings bin ich ein großer Fan und kann dieses Reiseziel jedem empfehlen, und daran ist unter anderem die lebensfrohe Energie der Menschen vor Ort Schuld. Ich verrate euch jetzt alles, was ihr über Antigua und Barbuda wissen solltet und was sonst noch so alles für eine Reise nach Antigua und Barbuda spricht.

Wo liegt das denn überhaupt?
Antigua und Barbuda ist ein unabhängiger Staat, zu dem die beiden Inseln Antigua und Barbuda gehören, und ist Teil des Commonwealth. Die Inseln liegen vor der Küste Venezuelas, zwischen der Dominikanischen Republik und Trinidad und Tobago. Antigua ist die größere der beiden Inseln und kann dennoch mit dem Auto in 2,5 Stunden umrundet werden. Während meiner Reise habe ich nur Antigua besucht und werde daher meine Eindrücke darauf beschränken.

Natur – mehr, als nur Sonne und Strand?
Ich glaube hierzu muss ich nicht viel sagen. Schließe einfach deine Augen und stelle dir deinen Traumstrand vor und schon weißt du, wie eigentlich jeder Strand in Antigua aussieht! Kristallklares, türkises Wasser, fast schon weißer Strand und Palmen wohin man auch schaut. Wahrliche Traumstrände. Fun Fact: Antigua soll 365 Strände haben — einen für jeden Tag im Jahr. Ob das nun exakt stimmt oder nicht, so viele werdet ihr auf einer Reise ohnehin nicht schaffen, aber es zeigt, wie vielfältig die Küste hier ist. Dazu ist das Landesinnere wiederum sehr bergig und um Antigua liegen viele kleine Inseln. Den wahrscheinlich schönsten Ausblick, gerade beim Sonnenuntergang hat man von den Shirley Heights. Gänsehaut pur!

English Harbour und Nelson’s Dockyard
Direkt unterhalb der Shirley Heights, an der Südküste, liegt English Harbour — einer der schönsten natürlichen Ankerplätze der Karibik. Hier befindet sich Nelson’s Dockyard, seit 2016 UNESCO-Weltkulturerbe und weltweit die einzige noch aktiv genutzte Werft aus der georgianischen Ära. Zwischen restaurierten Steingebäuden, kleinen Läden, Cafés und einer Marina voller Segelboote und Superyachten lässt sich hier wunderbar ein paar Stunden verbringen — perfekt kombinierbar mit dem Sonnenuntergang auf den Shirley Heights direkt darüber.
Wer beides an einem Nachmittag verbinden möchte, findet dafür eine geführte Tour zu Nelson’s Dockyard, Shirley Heights und den umliegenden Ruinen.
Was man sonst noch so machen sollte, wenn einmal in Antigua und Barbuda ist
Wenn dir am Strand relaxen und das badewannenwarmes Wasser nicht genügen sollte, dann hat Antigua auch viele andere schöne Möglichkeiten, um seinen Tag zu verbringen. Unter anderem ist die Karibik berühmt für ihren Rum, sodass eine Rum Verkostung eigentlich zu jeder Reise dazu gehört. Ich fand auch die lokalen Märkte sehr spannend. Die unterschiedlichsten Früchte und Menschen die einem bei einem Besuch begegnen sind einfach unvergleichbar. Aber auch am Strand selbst kommt man schnell mit Einheimischen in Kontakt, da alle Strände in Antigua öffentlich sind. Ein interkultureller Plausch lohnt sich!

Karneval – so wie in Deutschland?
Einmal im Jahr, gegen Ende Juli/Anfang August, verwandeln sich die Inseln in einen farbenfrohen Karneval. Am ersten Tag war ich allerdings eher etwas irritiert, glich das Ganze doch eher einem deutschen Volksfest und konzentrierte sich vor allem auf den gemeinsamen Alkoholkonsum. Umso schöner war dann der Anblick am zweiten Tag, an dem die wunderschönen farbenfrohe Kostüme getragen wurden, die ich auf Fotos vor meiner Reise schon bestaunt hatte. Diese werden von den verschiedenen „Bands“ (Karneval Gruppen) für alle Teilnehmer angefertigt und in einer großen Parade präsentiert. Mein persönliches Highlight war, dass ich bei der größten Band mit ca 1.500 Mitgliedern mitlaufen durfte. Ein Erlebnis, das wirklich einmalig war. Falls ihr Lust darauf habt auch Teil des Umzugs selbst zu sein, dann könnt ihr das machen. Und sogar, wenn ihr ein bisschen tiefer in den Geldbeutel greift, die „Queen“ einer der Bands sein und im extravaganten Kostüm vor der Band in der Parade laufen. Kostenpunkt variiert je nach Band und Jahr, plant für ein aufwändiges Kostüm mehrere Hundert USD ein.



Wie günstig ist es dort?
Antigua gehört zu den wohlhabenderen Ländern der Region, und das merkt man auch an den Preisen: Essen in den meisten Restaurants ist vergleichbar, wenn nicht sogar teurer, als in Deutschland. Daher passt „Schweiz der Karibik“, wie Antigua und Barbuda gerne mal genannt werden.

Naturschutz – ist das dort ein Thema?
Es gibt zahlreiche Naturschutz und Wasserschutzgebiete auf und um Antigua und Barbuda. Hier nimmt man den Arten- und Naturschutz sehr ernst. Das zeigt sich auch daran, dass unsere Guides während unseres Bootstrips mehr als penibel darauf geachtet haben, dass kein Plastikmüll im Meer oder auf der Insel, an der wir anlandeten hinterlassen wird. Die Natur ist für die Einheimischen auch aus touristischen Aspekten sehr wichtig, da viele Touristen vor allem wegen der Natur dorthin fahren, daher macht es natürlich umso mehr Sinn diese zu schützen.

Fühlt man sich auf Antigua und Barbuda sicher?
Antigua und Barbuda gilt als sehr sicher und das liegt meiner Meinung nach auch an der typisch karibischen Gelassenheit. Update: Der Hurrikan Irma hat Barbuda 2017 schwer getroffen und die Insel damals tatsächlich vorübergehend unbewohnbar gemacht — ein Kapitel, das im Netz noch oft zitiert wird. Die gute Nachricht: Barbuda hat sich seitdem beeindruckend erholt. Die Insel ist mittlerweile zu rund 90% wiederaufgebaut, es leben wieder über 1.600 Menschen dort, und Anfang 2025 wurde sogar eine neue internationale Landebahn fertiggestellt. Barbuda positioniert sich inzwischen sogar als Modell für nachhaltigen Tourismus. Antigua selbst wurde von Irma übrigens größtenteils verschont.

Welchen Übersetzer muss ich mir vor der Reise downloaden?
Da Antigua und Barbuda zum Commonwealth gehört ist Englisch die Amtssprache. Das macht es natürlich umso einfacher die Insel zu berreisen und mit Einheimischen in Kontakt zu kommen.

Auch wenn Antigua und Barbuda nicht ganz so bekannt ist, muss sich die Inselgruppe echt nicht hinter ihren größeren karibischen Geschwistern, wie der Dominikanischen Republik, oder anderen wesentlich bekannteren Reisezielen verstecken. Und wenn es euch wie mir geht, dann steht ihr sicherlich auch auf Reiseziele, die nicht auf jeder bucket list auftauchen.
